Nachrichten aus Haltern

Grüne Tonnen richtig befüllen

Der Frühling lockt die Menschen in die Gärten und in Haltern am See werden die Grünen Tonnen fleißig mit Gartenabfällen befüllt. Leider finden sich darin immer wieder auch solche Abfälle, die gar nicht in die Grüne Tonne gehören: Blumenübert.pfe, Taschentücher, behandelte Hölzer, Gartenwerkzeuge, Hundekotbeutel, Folien, Glas, Papier und auch Lebensmittel wie Essensreste oder Kartoffelschalen. All dies gehört nicht in die Grüne Tonne.

Denn diese ist ausschließlich für kompostierbare Grünabfälle wie Strauchschnitt, Rasenschnitt, Laub, alte Blumenerde und verwelkte Blumen gedacht. Je gründlicher jeder darauf achtet, Fremdkörper und Störstoffe in den Grünen Tonnen zu vermeiden, desto erfolgreicher können die Grünabfälle verwertet werden. Was passiert eigentlich weiter mit dem Müll aus der Grünen Tonne, wenn dieser in den Müllwagen gekippt wurde? In der Regel erfolgt eine tägliche Verarbeitung der Grünabfälle im verarbeitenden Werk in Dorsten. Die angelieferten Abfälle aus Laub, Rasenschnitt und anderen pflanzlichen Abfällen werden zerkleinert, um Bakterien eine möglichst große Angriffsfläche zu bieten. Über verschiedene Siebanlagen werden die  rünabfälle sortiert, um eine optimale Weiterverarbeitung und -behandlung zu erreichen. Durch Vergärung der Grünabfälle entsteht Biogas, das zur Stromerzeugung genutzt wird. Bei der Kompostierung werden Kompost und Substrate hergestellt, die dafür sorgen, dass Pflanzen gut wachsen und toll blühen. Für hochwertigen Humus ohne  ikroplastikpartikel und um diese Kreislaufwirtschaft sinnvoll betreiben zu können, ist eine sortenreine Sammlung von Anfang an wichtig.

Im Übrigen gilt für jede Müllfraktion: Sortenreines Sammeln wirkt sich positiv auf die Gebühren für die Müllentsorgung aus. Je besser Müll sortiert wird, desto weniger muss in den Entsorgungsanlagen nachsortiert werden. Anderenfalls ergeben sich durch falsch gesammelte Stoffe Effizienzprobleme. Die Sortieranlagen in den Abfallbetrieben funktionieren am besten, wenn wirklich nur das in der jeweiligen Tonne landet, was dort auch hineingehört. Von gut sortiertem Müll profitieren also alle, die Umwelt und die Endverbraucher.

2020 von Ulf Steinböhmer

Baustelle an der Lippmauer

Wegen Abriss- und anschließender Neubauarbeiten an der Lippmauer 26 wird die Straße ab Dienstag, 2. Juni, bis zum Jahresende in dem Bereich voll gesperrt. Es bleibt lediglich ein Durchgang für Fußgänger von etwa einem Meter Breite. Die Zufahrt bis zur Baustelle ist von beiden Seiten der Lippmauer möglich, da die Einbahnstraßenregelung für diese Zeit aufgehoben wird.

2020 von Ulf Steinböhmer

Silbersee II bleibt gesperrt: Kein Badebetrieb

Ein Baden im Silbersee II wird es derzeit noch nicht geben. Wie der Regionalverband Ruhr (RVR) mitteilt, prüft die Silbersee-Betreibergesellschaft zusammen mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) und den verantwortlichen Behörden in der Stadt Haltern und im Kreis Recklinghausen derzeit auf Grundlage der aktuellen Corona-Schutzverordnung, ob und wie unter Berücksichtigung der festgelegten Hygienestandards ein Betrieb des Naturbades Silbersee II im Sommer 2020 gewährleistet werden kann.

Sobald die vom Vertragspartner vorzulegende Konzeption geprüft und abschließend im Hinblick auf die Durchführbarkeit bewertet worden ist, kann über den Beginn des Badebetriebs entschieden werden. Wegen der komplexen Situation vor Ort und dem in der Vergangenheit immer sehr hohen Besucheraufkommen bei schönem Wetter ist kurzfristig keine Entscheidung zu erwarten.

Eine Eröffnung des Naturbades Silbersee II bereits zum Pfingstwochenende wird nach Mitteilung des RVR nicht erfolgen. Deswegen wird ausdrücklich von Besuchen des Badesees abgeraten, um Enttäuschungen und viel Autoverkehr rund um den See zu vermeiden.

2020 von Ulf Steinböhmer

Bahn AG: Behelfsbrücke muss länger benutzt werden

Halterner Bürgerinnen und Bürger müssen sich noch einige Monate in Geduld üben, bis die Bauarbeiten am Bahnhof erledigt sind. Das bedeutet auch, dass die Behelfsbrücke noch länger als geplant benutzt werden muss. In der Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses informierte Baudezernent Siegfried Schweigmann darüber, welche Aussagen die Stadtverwaltung von der Bahn AG erhalten hatte.

Danach ist auch klar, dass die Nutzung des neuen Parkplatzes nach den Aussagen der Bahn AG erst dann möglich ist, wenn die Fläche des ersten Bauabschnittes vermessen wurde und das anschließende Zweckentwidmungsverfahren beim Eisenbahn-Bundesamt abgeschlossen ist. Eine genaue Zeitschiene gibt das Unternehmen dafür nicht an.

In Verbindung mit der neuen Tunnelverlängerung wird die Parkplatznutzung voraussichtlich aber auch erst Oktober/November 2020 möglich sein, da erhebliche bauliche Behinderungen aufgrund der Grundwasserproblematik aufgetreten sind und sich die Fertigstellung des Tunnels bis dahin hinausschiebt. Die Behelfsbrücke sollte demnach im November dieses Jahres nach Fertigstellung der Personenunterführung abgebaut werden können.

Der Einbau der Aufzüge wird aufgrund der Grundwasserprobleme in diesem Jahr ebenfalls nicht erfolgen, der barrierefreie Zugang daher mit Verzögerung umgesetzt. Der Zugang zu den Bahngleisen wird nach Fertigstellung der Personenunterführung somit vorübergehend nur über die neue Treppenanlage möglich sein.

Mit der Freigabe der Park-and-Ride-Anlage auf der Südseite des Bahnhofes wird die Schließung der nördlichen Anlage einhergehen. Das hat nach den Worten Schweigmanns auch Auswirkungen auf die Verkehrsflüsse in der Stadt: Da der Verkehrsknotenpunkt an der Glashütte nicht so leistungsfähig ist, dass er die zusätzlich entstehenden Verkehre aufnehmen könnte, hat sich die Verwaltung nach summarischer Prüfung dazu entschlossen, zur Entlastung des vorgenannten Verkehrsbereichs das Kraftfahrzeugverbot auf der Straße Zum Ikenkamp aufzuheben.

Auf der gesamten Strecke wird aufgrund des Straßenzustandes Tempo 30 angeordnet werden. Am Brückenbauwerk wird es eine vorfahrtregelnde Beschilderung geben sowie an den Zufahrten jeweils eine vorwarnende Beschilderung mit der Nennung der Durchfahrthöhe und der Durchfahrtbreite und der dazugehörigen Entfernungsangabe. Die vorhandenen Verkehrszeichen werden kurz vor der Freigabe des neuen Bahnhofsparkplatzes installiert.

2020 von Ulf Steinböhmer

Aquarell öffnet am Pfingstsamstag das Freibad

Das Freibad im Freizeitbad Aquarell startet am Pfingstwochenende in die Freiluftsaison. Ab Samstag, 30. Mai, können die Schwimmer dort wieder ihre Bahnen ziehen oder einen Sonnenbad genießen. Allerdings wird das Freibad-Erlebnis in Corona-Zeiten auch von Hygiene- und Abstandsregelungen beeinflusst. „Wir haben uns darauf vorbereitet, unsere Gäste und unser Personal bestmöglich zu schützen“, teilte dazu Heinz van Buer, Leiter Freizeit bei den Stadtwerken Haltern am See, mit.

Der Infektionsschutz beginnt schon beim Kauf von Eintrittskarten. Tickets für das Freibad können nur online über die Homepage www.freizeitbad-aquarell.degekauft werden. Dort müssen sich die Gäste zunächst registrieren und können dann die gewünschte Zahl von Tickets für Erwachsene oder Kinder kaufen. Per E-Mail kommt dann ein PDF-Dokument mit einem QR-Code, der beim Betreten und Verlassen des Freibades gescannt wird. So kann gewährleistet werden, dass nicht mehr als die zugelassenen 670 Personen im Freibad sind. Außerdem werden automatisch die Namen und die Aufenthaltszeit der Badegäste erfasst, so wie es in der Hygieneverordnung vorgeschrieben ist. Weitere Vorteile dieses Verfahrens: Es gibt keinen Bargeldverkehr und weniger Stau beim Einlass. Allerdings können Corona-bedingt zurzeit keine Mehrfach- und Familienkarten verkauft werden.

Im Bad selbst weist das Aquarell mit Schildern auf die Verhaltensregeln hin. Dazu gehören die Händedesinfektion am Eingang sowie die Abstandsregeln im Wasser und an Land. „Wenn sich alle daran halten, ist ein Infektionsrisiko weitgehend ausgeschlossen“, betont van Buer. Nach allen bisherigen Erkenntnissen könne das Virus nicht über das Wasser in den Becken übertragen werden. Zudem würden die Toiletten und Einzelumkleiden regelmäßig desinfiziert.

Sport und Erfrischung sind also durchaus möglich, auch wenn es ein paar Einschränkungen gibt. Im Schwimmerbecken sind Bahnen abgeteilt, Babybecken und die Spielgeräte sind gesperrt. Auch die Großwasserrutsche und die Sprungtürme bleiben geschlossen. Das Aquarell-Team ist überzeugt, dass man so gemeinsam mit den Badegästen die Corona-Herausforderungen meistern kann, ohne dass der Spaß ganz auf der Strecke bleibt.

Bei den Stadtwerken wird man nach Pfingsten die Erfahrungen des ersten Freibadwochenendes auswerten und dann so bald wie möglich auch das Seebad öffnen. Das Hallenbad bleibt bis zum Herbst geschlossen. Die Sauna wird frühestens 2021 wieder öffnen.

Weitere Informationen unter Tel. 02364 9240-27 oder www.freizeitbad-aquarell.de.

2020 von Ulf Steinböhmer