Fritz erklärt die Welt: Warum knurrt mein Magen? (Kopie)

von Martina Jansen (Kommentare: 0)

Fritz erklärt die Welt: Warum knurrt mein Magen?

Manchmal bin ich wirklich froh, dass ihr hier in der Lokallust nur von mir lest und zu meinem Text bloß ein Foto abgedruckt wird.

Sonst könntet ihr nämlich hören, wie laut mein Magen gerade knurrt. Ich habe wirklich dollen Hunger. „Ja, dann iss doch was, Fritz!“, höre ich euch jetzt sagen. Das würde ich auch sofort tun, aber ich will euch passenderweise erst noch erklären, warum unser Magen eigentlich knurrt, wenn wir Hunger haben.

Also, erst die Arbeit, dann die Spaghetti. Zuallererst frage ich mich, warum der Magen ausgerechnet knurrt. Er könnte ja auch die Melodie von „Alle meine Entchen“ summen oder hupen oder so.

Aber nein, er knurrt. Das ist ein ziemlich unangenehmes Geräusch, finde ich. Da hat man schon Hunger und bekommt allmählich schlechte Laune und dann fängt der eigene Magen auch noch an, so peinliche Geräusche zu machen.

Ich spüre auch immer, dass mein Magen knurrt. Irgendwas bewegt sich während des Knurrens in meinem Bauch.
Und das liegt daran, dass unser Magen IMMER arbeitet. Auch, wenn er leer ist. Unsere Verdauungsorgane Magen und Darm bestehen ja zu großen Teilen aus Muskeln, damit sie die Nahrung, die wir essen, schön durchkneten und Richtung Ausgang transportieren können.

Der Magen transportiert den Nahrungsbrei zusammen mit Magensaft in den Darm. In den Zwölffingerdarm, um genau zu sein.
Das passiert ganz automatisch, ohne dass wir daran denken oder irgendwas tun müssen. Unser Magen und unser Darm sind also wie Roboter, die ganz viel für uns erledigen.

Wenn unser Magen leer ist, wir also Hunger haben und dringend mal wieder was essen sollten, dann arbeitet er trotzdem weiter. Die Magenmuskeln kneten weiterhin alles – oder in dem Fall: Luft – durch.

Nichts als Luft und Pupse und Rülpse sind dann da unten unterwegs und werden durchgeknetet und am Zwölffingerdarm vorbeigepresst. Sie landen im sogenannten „Knurrdarm“. Da sorgen die Luft beim Durchkneten dann für die bekannten Knurrgeräusche. Das ist, wie wenn ihr Luft durch euren geschlossenen Mund drückt. Hört ihr? Klingt fast wie Magenknurren.

Da das Magenknurren im Knurrdarm stattfindet, müsste man es eigentlich Darmknurren nennen, wenn man streng ist.
Aber ich will mal nicht so sein. Ich will vor allen Dingen was essen! Das ist übrigens auch die beste Methode, Magenknurren zu vermeiden: Essen. Allerdings schön über den Tag verteilt, damit der Magen auch immer was zum Weitergeben an den Knurrdarm hat.

Jetzt ist Spaghetti-Time!

Fritz

 

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