Notfallausweis

von Martina Jansen (Kommentare: 0)

Notfallausweis

„Braucht man den überhaupt?“

Der Verkehr in Deutschland wird immer dichter. Viele Baustellen, immer mehr Autos, auf den Autobahnen und auch vielen Bundesstraßen gibt es täglich viele Kilometer Staus. Und immer wieder lesen wir von schrecklichen Unfällen, Menschen sind in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und schwer verletzt. Aber auch wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, fährt immer gefährlicher. Gerade im Stadtverkehr kommt es vermehrt zu Unfällen zwischen Auto, LKW und halt dem Fahrrad. Auch hier sind schlimme Verletzungen nicht ausgeschlossen.

Die Helfer sind schnell vor Ort, die Erstversorgung ist gesichert. Doch was kommt dann? Worauf muss der Notarzt achten, wenn er den Menschen weiter behandelt. Hier hilft ein Notfallausweis. Bankkarten, Kundenkarten, Ausweise: Viele Menschen haben im Portemonnaie mehr als nur Geld dabei. Ob ein Notfallausweis dazu gehören sollte, lässt sich schnell beantworten.

Montagmorgen: Der Krankenwagen drängelt sich mit Blaulicht und Martinshorn durch den Berufsverkehr zur Notaufnahme. Vor zwei Stunden war die Welt für Michael S. noch in Ordnung. Der Tag begann wie immer: Aufstehen, Frühstück, Verabschiedung von Frau und Kindern. Eigentlich sollte er bereits im Betrieb sein. Stattdessen liegt er bewusstlos im Rettungswagen. Der Notarzt versucht, seinen Zustand zu stabilisieren. Und er hat dringende Fragen – aber Michael ist nicht mehr ansprechbar.
Welche Erkrankungen bestehen? Werden besondere Medikamente (z.B. Blutverdünner) genommen? Wen können wir informieren? Wer darf der Operation zustimmen, wenn er bewusstlos bleibt? Und später, falls es ganz hart kommen sollte: Gibt es eine Vorsorgevollmacht, eine Patientenverfügung?

Einige werden jetzt sagen: Zu dramatisch, mir passiert schon nichts. Und wenn, dann wird sich alles schon irgendwie regeln. „Richtig, aber vielleicht nicht im Sinne des Opfers und seiner Familie“, bemerkt der Notfallexperte Hans Walter Schäfer. Etwa, wenn keine Vollmachten vorliegen, springt nach dem Gesetz ein (fremder) Betreuer ein. Er trifft fortan alle Entscheidungen für den Verunfallten.

Daher empfiehlt Schäfer, was auch Sanitäter raten: Ein Notfallausweis gehört in jede Geldbörse. Das kleine Kärtchen enthält wichtige Hinweise für die Helfer: Name, Kontaktperson z.B. Ehepartner oder Eltern, Vorerkrankungen, Medikamente und nicht zuletzt, welche Verfügungen vorliegen. „Notärzte suchen routiniert nach dem Ausweis“, so Schäfer. „Der Verunfallte hat nur Vorteile“.

Auf jeden Fall gehört also ein Notfallausweis mit in die Geldbörse, denn er kann dem Verunfallten und seiner Familie viel Leid ersparen.Die Ausweise gibt es von verschiedenen Organisationen. Einen besonders kompakten und sofort einsetzbaren hat Schäfer selbst entwickelt. Er ist kostenlos unter Wenn-Traenen-trocknen.de im Internet erhältlich.
Aber auch wenn Sie im Netz suchen, gibt es viele Hinweise, wie Sie an einen Notfallausweis kommen.

Text: Lokallust, Pressways PR
Fotos: Pressways PR, fotolia.com

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