Mit Samenbomben das Stadtfeld verschönern

von Martina Jansen (Kommentare: 0)

Mit Samenbomben das Stadtfeld verschönern

Was sich recht martialisch anhört, ist eine Bewegung, die in den 1970ern in New York populär geworden und mittlerweile in vielen deutschen Städten verbreitet ist.

„Der Gedanke, den öffentlichen Raum im Stadtsfeld mit Guerilla-Gärtnern ‚zurück zu erobern‘“ und so das Stadtsfeld zu verschönern, gefiel uns auf Anhieb“, so Gerd Jendrzey von der Ideenfabrik Stadtsfeld. Eine Methode des Guerilla Gärtnerns sind die sogenannten Samenbomben. Die Samenbomben sind aus Erde, Ton, Samen und Wasser einfach herzustellen. Die kleinen Kugeln werden nach dem trocknen in die Landschaft geworfen. Wenn es regnet quellen die Kugeln auf und die Samen im Inneren beginnen zu keimen.

„Als ich die Leiterin der KiTa Arche, Frau Gelissen, mit unserer Idee konfrontierten erklärte diese sich spontan bereit die Aktion Samenbomben in der KiTa durchzuführen“, freut sich Gerd Jendrzey. „Das passt auch zu unseren Aktivitäten zu den Bienenrettern und ist bestimmt auch etwas für die beiden weiteren Kindergärten im Stadtsfeld“, so die die Reaktion der Leiterin.

Und tatsächlich meldeten sich zahlreiche Familien, nicht nur aus der KiTa Arche mit ihren Kindern zum Guerilla-Gärtnern an. Die Ideenfabrik organisierte alle Materialien, die zur Herstellung der Samenbomben erforderlich waren und die Kinder und Eltern produzierten mit viel Spaß die Samenbomben, die in der nächsten Woche im Stadtsfeld und seinem Umfeld verteilt werden. Für jede Familie gab es zusätzlich Samen und Infomaterial der Bienenretter, so dass auch in den eigenen Gärten gesät werden kann.

Erfahrungen in Sachen Natur und Umwelt haben die Kinder bereits mit den Hochbeeten am Rossiniplatz gesammelt, die die KiTa betreut. Und über die zusätzlichen Blumen die aus den Samenbomben entstehen, die neue Streuobstwiese und den Frühjahrsblühern, die sich am gesamten Rossiniweg entlangziehen, freuen sich nicht nur die Kinder, sondern alle Anwohner.

Gerd Jendrzey und Paul Schürmann von der „Ideenfabrik Stadtsfeld “derklärten, dass die gelungene Aktion eine Wiederholung im nächstem Jahr verdient hätte.   

Wer das Rezept für die Samenbomben haben möchte, kann sich gerne bei Paul Schürmann (schorni-schuermann-dorsten@t-online.de) melden.

Foto oben rechts: Die "Bombenleger" aus dem Stadtsfeld

Text und Foto: Ideenfabrik Stadtsfeld

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