Grußwort von Bürgermeister Tobias Stockhoff

von Martina Jansen (Kommentare: 0)

Grußwort von Bürgermeister Tobias Stockhoff

Liebe Leserinnen und Leser der „Lokallust“

„Weihnachten lädt uns zur Gemeinsamkeit ein, zum Nehmen und Geben, zum Zuhören und Verstehen“, lautet ein schöner Satz von Altbundespräsident Richard von Weizsäcker zum Fest der Liebe.

Das Nehmen und Geben im materiellen Sinne ist ein wichtiger Teil dieser Gemeinsamkeit, auch wenn der Geschenkerausch oft verpönt ist. Aber man muss ja nicht übertreiben. Doch Kinderaugen leuchten, wenn unterm Baum das ersehnte Spielzeug liegt, das ganz oben auf dem Wunschzettel stand. Ehepartner, Eltern, gute Freunde freuen sich, wenn Geschenke gut gewählt sind. Wenn sie zeigen: Ich kenne Dich. Ich weiß, womit ich Dir eine Freude machen kann.

Solche passenden Geschenke macht nur, wer nicht allein zum Fest, sondern das ganze Jahr über seinen Lieben zuhört und sie versteht. Das schafft nicht jeder und das schafft niemand an allen Tagen. Freundliche Gemeinsamkeit zu leben – das ist wie Sport: Nur mit regelmäßigem Training erfolgreich. Insofern: Folgen Sie der Einladung, die Weihnachten ausspricht. Nehmen und geben Sie. Verschenken Sie an liebe Mitmenschen aufmerksames Zuhören und Verständnis.

Mit dem Weihnachtsfest kommt auch der Jahreswechsel in Sichtweite, der Scheitelpunkt zwischen zwei Kalendern, eine Wegmarke, an der wir zurück blicken und Bilanz ziehen.

Drei Ereignisse fand ich 2017 herausragend. Beide nicht auf einen Punkt zu bringen, sondern eher Prozesse:

• Nach den Großprojekten Stadtumbau in Barkenberg und Soziale Stadt in Hervest hat das Stadterneuerungsprogramm „Wir machen MITte“ Fahrt aufgenommen. In den nächsten Jahren werden dank Fördermitteln des Bundes und der Europäischen Union viele Millionen in unsere Innenstadt, Teile der Hardt und der Feldmark investiert. Bürgerbahnhof, Bau der Aak, Umgestaltung von Spielplätzen, zeitgemäße Erneuerung der Innenstadt, inhaltliche und räumliche Erneuerung des Treffpunkts Altstadt sind nur einige der rund 30 Projekte, die verwirklicht werden können.

• Ein Fest wie die Lembecker Jubiläumsfeiern (1000 Jahre Lembeck, 800 Jahre St. Laurentius, 325 Jahre Schloss in seiner heutigen Gestalt) hat es wohl noch in keinem Dorstener Stadtteil gegeben: Das Fest über ein ganzes Jahr verteilt, von den Bürgern selbst auf die Beine gestellt, von ungezählten Helfern verwirklicht. Von der Silvesterparty bis zur Erfindung der Zehn-Tage-(Fest-)Woche war dieses Jubiläumsjahr Gemeinsamkeit pur. Ein Miteinander, das in neuen Freundschaften, weiteren Projekten und gestärkten Nachbarschaften nachwirken wird.

• Wie die Lembecker haben auch die Rhader ein großartiges Jubiläumsfest gefeiert, hier konzentriert auf ein Festwochenende unter dem Motto „Lot uss fiern“. Zwei Tage, vollgestopft mit Attraktionen und Erlebnissen. Toll.

Beide Themen verbindet: Hier haben Menschen gegeben und genommen, einander zugehört und verstanden. Das funktioniert also nicht nur zu Weihnachten und in der privaten Familie, sondern immer und in der ganzen Stadtfamilie. Mit tollen Ergebnissen. Bitte mehr davon. 

Mehr davon gibt es 2018 beispielsweise im „Stadtkrone“-Prozess auf dem Freizeitgelände Maria Lindenhof. Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, dieses wunderbare, aber leider viele Jahre brach liegende Areal neu zu beleben und Ideen zu entwickeln für die Gestaltung. Das wird dann erfolgreich sein, wenn alle Beteiligten einander zuhören und verstehen. Ich bin schon sehr gespannt, mit welchen Impulsen Stadtkrone-Kuratorin Marion Taube diesen Prozess inspirieren wird. 

Ich wünsche Ihnen, dass Sie nicht nur durch liebevoll ausgewählte Gaben reich beschenkt werden, sondern auch durch besinnliche Tage im Advent, durch ein fröhliches und gesegnetes Weihnachtsfest im Kreise lieber Menschen, die einander zuhören und sich verstehen.

Das ist die Basis, um auch das neue Jahr voller Zuversicht begrüßen zu können.

Tobias Stockhoff
Bürgermeister

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