Fürst Leopold Sekt - die Erfolgsgeschichte

von Martina Jansen (Kommentare: 0)

Edeka Honsel spendet dem Bergbauverein 10 Cent von jeder verkauften 0,7 Liter Sektflasche der Eigenmarke „Fürst-Leopold“

Vor zwei Jahren, hatten Ralf Honsel und Tochter Julia die Idee, einen Sekt zu herstellen zu lassen, der an die alte Zeche Fürst Leopold dauerhaft erinnern sollte und den örtlichen Bergbauverein in seiner einmaligen Arbeit für Dorsten unterstützen könnte.

Um erfolgreich zu sein, sollte er kein Sekt für Millionäre werden, sondern zu einem Preis um 5,00 Euro verkauft werden. Das hört sich einfacher an, als es ist, denn schließlich sollte der Sekt ja auch schmecken. Darüber hinaus hatte Ralf Honsel den Anspruch, nicht nur eine trockene und eine halbtrockene Variante auf den Markt zu bringen, sondern ihn auch noch in den Größen „Piccolo“, 0,75 Liter, sowie 1,5 Liter und 3 Liter zu präsentieren.
Bei der kaufmännischen Betrachtung kam erschwerend hinzu, dass selbst die Spende und die Sektsteuer auch noch mit Umsatzsteuer belegt sein werden. Ein Sekt für 4,99 Euro enthält allein 1,82 Euro Steuern. Flasche, Naturkorken, Sonderetikett, Transport und 0,10 Cent Spende je 0,75 Literflasche erschwerten weiterhin die Suche.
Eine Lösung fand Ralf Honsel schließlich nach zahlreichen Proben und zähen Verhandlungen mit einer Sektkellerei an der Mosel. Die Wahl fiel auf einen Cuvée aus spanischen Aireen- mit italienischen Trebiano-Trauben. Diese Trauben bieten im fertigen Produkt eine hohe Frucht, die selbst den trockenen Fürst-Leopold-Sekt relativ süß erscheinen lassen. „Wir haben Kunden für unseren trockenen Sekt, die sonst nur liebliche oder halbtrockene Sekte bevorzugen“, so Ralf Honsel. Mit 11,5 Prozent Alkoholgehalt liegt der Sekt im guten Mittelfeld und bietet eine gute Kohlensäure und einen schönen Schaum beim Öffnen und Eingießen.   

Um die Zielmarke von  4,99 Euro zu erreichen, kam nun noch hinzu, dass dieser Sekt in großer Menge produziert werden musste. Und so stapelten sich 32 Europaletten Sekt im Lager der Firma Honsel, im Sommer kam noch eine Rose-Variante dazu. Ein hohes Risiko, da sich niemand sicher sein konnte, ob den Dorstenern der neue Fürst-Leopold-Sekt schmeckt.
Diese Angst ist schnell gewichen. „Den Fürst- Leopold-Sekt gibt es ausschließlich in unseren Märkten und er wurde unsere stärkste Sektmarke“, freut sich Ralf Honsel.
Heute ist der Fürst-Leopold-Sekt nicht mehr wegzudenken, weder aus Dorsten noch aus den Honsel-Märkten, denn nur hier gibt es diesen zu kaufen. Er wird bei Veranstaltungen des Bergbauvereins wie beispielsweise bei Hochzeiten und Jubiläen in der Maschinenhalle gereicht und auch der eine oder andere Gastronom hat den Sekt bereits im Sortiment.
Über diese Entwicklung freut sich auch der Dorstener Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte e. V., der ab 2020 Hochzeiten auch sonntags und auf Wunsch zu besonderen Uhrzeiten anbieten wird.

Foto oben rechts: Über den guten Verkauf des Sektes freut sich neben Ralf Honsel auch der Dorstener Verein für Bergbau-, Industrie- und Sozialgeschichte e. V. und so konnte Julia Honsel dem stellvertretenden Vorsitzenden Jürgen Robbert einen Scheck über 503,60 Euro überreichen

Text und Foto: Martina Jansen

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