Fritz erklärt die Welt: Wie entsteht Wind?

von Martina Jansen (Kommentare: 0)

Fritz erklärt die Welt: Wie entsteht Wind?

Puuuh, ist das schon wieder kalt geworden!

Das letzte Mal, als ich euch hier geschrieben habe, konnte ich wenigstens noch mit meiner kleinen leichten Jacke an die frische Luft gehen. Aber heute musste ich schon wieder meinen schweren und sehr dicken Mantel aus dem Schrank holen, damit ich draußen nicht zu sehr friere.

Das Thermometer hat heute Morgen zehn Grad angezeigt. Es hat sich aber angefühlt, als wären es mindestens null Grad! Denn es war richtig doll windig.

Der starke Wind hat dafür gesorgt, dass die Luft noch kälter wurde und mir rasiermesserscharf am Gesicht vorbeizog. Zum Glück hatte ich noch meine Mütze und einen Schal angezogen.

Als ich da so angefaucht wurde vom kalten Wind, da habe ich mich gefragt: Wie entsteht eigentlich Wind? Wo kommt der her? Warum sehen wir den nicht? Und ich habe es herausgefunden.

Um uns herum ist ja immer Luft. Normalerweise bemerken wir sie aber gar nicht, denn sie ist ja unsichtbar. Nur, wenn sie in Bewegung gerät, dann kriegen wir mit, dass es sie gibt.

Luft kommt zum Beispiel in Bewegung, wenn eine große Menge warme Luft auf eine große Menge kalte Luft trifft. Dazu müsst ihr euch jetzt mal den Erdball denken. So versteht ihr, um wie viel Luft es bei Wind eigentlich geht. Eine ganze Menge. So viel, dass wir am besten von ganz weit oben drauf gucken.

Auf dem Erdball seht ihr das Meer und das Land. Der Wind entsteht dort, wo die Sonne mit ihren warmen Strahlen die Luft das Festland erreicht. Das Festland wird schneller heiß als das mehr. Die Luft dort ist also meistens heißer als die Luft auf hoher See.

Die Luft auf dem Land dehnt sich durch die Hitze aus. Das ist wie ein Kuchen, der im Ofen wächst. Die Luft wird durch die Erhitzung leichter und steigt deswegen nach oben wie ein Luftballon.

Und weil ja immer und überall Luft ist, muss ja an die Stelle der aufgewärmten und nach oben gestiegenen Luft neue Luft kommen. Das erledigt die kalte Luft von überm Meer.

Sie strömt ruckizucki nach und nimmt den Platz der heißen Luft ein. Und das passiert wie gesagt in so großen Mengen und geht so schnell, dass ein richtig starker Wind entsteht, der über das Land fegt und die heiße Luft ersetzt. Dieses Strömen wird in schlauer Sprache „Zirkulation“ genannt.

Die Stellen mit der warmen Luft, die aufsteigt, nennt man übrigens „Tiefdruckgebiet“, die Bereiche mit absinkender kalter Luft heißen „Hochdruckgebiete“.

Es gibt aber auch kleine Hoch- und Tiefdruckgebiete. Anstelle des Meeres kann man sich auch einen See denken. Oder die kühle Luft draußen vor eurem warmen Zimmer. Da zieht ja auch fiese kalte Luft rein, sobald ihr das Fenster öffnet und die warme Heizungsluft entweichen kann.

Falls ihr mal lüften wollt, leihe ich euch jedenfalls gerne meinen dicken Mantel!

Fritz

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