Eine neue Heimat für den künstlerischen Nachlass von Tisa von der Schulenburg

von Martina Jansen (Kommentare: 0)

Eine neue Heimat für den künstlerischen Nachlass von Tisa von der Schulenburg

Arbeiten am Archiv auf Fürst Leopold stehen kurz vor dem Abschluss. Stiftungskuratorium tagt erstmals in neuen Räumen.

Das Leben und Wirken der Dorstener Künstlerin und Ordensfrau Tisa von der Schulenburg war aufs Engste mit dem Steinkohlenbergbau verbunden. Nun findet ihr Nachlass mit Unterstützung der RAG-Stiftung auf einem ehemaligen Bergwerk bald ein neues Zuhause: In den umgestalteten Räumen des RAG-Wasserhaltungsstandorts Fürst Leopold in Dorsten-Hervest.

Die Zusammenführung  der Exponate  am neuen Standort bietet kunstinteressierten Besuchern ebenso wie Wissenschaftlern künftig die Möglichkeit, einen großen Teil ihrer Arbeiten an einem Ort einzusehen. Auch die Aufgaben der Stiftung lassen sich an der neuen Stätte noch besser organisieren und durchführen. Hierbei richtet sich der Fokus besonders auf die Verleihung des „Tisa-von-der-Schulenburg-Förderpreises“ und die Präsentation von Arbeiten der ausgezeichneten Künstlerinnen und Künstler auf Fürst Leopold. Zudem sollen vor allem junge Kunstschaffende sowie Kinder und Jugendliche aus Dorsten einen interdisziplinären Lernort finden, der eng mit der Geschichte des Standortes verbunden ist und als außerschulischer Raum für kunstpädagogische Arbeit dient.

Da der Umbau auf Fürst Leopold schon kurz vor dem Abschluss steht, traf sich das Kuratorium der Tisa von der Schulenburg-Stiftung bereits jetzt erstmals zur jährlichen Sitzung am künftigen Standort. Vor der Versammlung nutzten die Mitglieder die Gelegenheit, die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen und sich einen Eindruck von den Arbeitsmöglichkeiten im neuen Archiv zu verschaffen.

Die Partner:
Die „Tisa von der Schulenburg-Stiftung“ wurde von der Namengeberin, der Stadt Dorsten sowie 39 weiteren Stiftern durch Stiftungsgeschäft vom 4.5.1992 errichtet und am 17.09.1993 vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen genehmigt. Die Stiftung vergibt alle drei Jahre einen Förderpreis an den künstlerischen Nachwuchs. Informationen zur Stiftung und ihrer Arbeit erhalten Sie beim Amt für Kultur und Weiterbildung der Stadt Dorsten unter  www.vhs-und-kultur@dorsten.de.

Die privatrechtliche RAG-Stiftung wurde 2007 gegründet. Seit Anfang 2019 übernimmt sie die Finanzierung der sogenannten Ewigkeitsaufgaben des deutschen Steinkohlenbergbaus an Ruhr, Saar und in Ibbenbüren. Mit zahlreichen Projekten in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Kultur setzt die Stiftung zudem positive Signale in den ehemaligen Bergbauregionen. Weitere Informationen zur RAG-Stiftung finden Sie unter www.rag-stiftung.de

Mit Einstellung der deutschen Steinkohlenförderung endete 2018 ein Kapitel Industriegeschichte – nicht jedoch die Arbeit der RAG. Das Unternehmen übernimmt langfristig Verantwortung in den Bergbauregionen. Sie arbeitet die Folgen des Bergbaus ab. Oberstes  Gebot sind dabei der Trinkwasser- und Umweltschutz. Weitere Informationen zur RAG unter www.rag.de

Foto oben rechts: Die Mitgöieder des Stiftungskuratorium

Text und Foto: RAG

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