März 2017

Politik-Unterricht im Ratssaal

Politik-Unterricht im Ratssaal. Den erlebten am Donnerstag die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7a des Joseph-König-Gymnasiums mit ihrer Lehrerin Veronika Gillich. Die Mädchen und Jungen haben mit einer Reihe von Fragen den Bürgermeister Bodo Klimpel „gelöchert“, der ihnen zudem die Abläufe von Ratssitzungen und seiner täglichen Arbeit insgesamt erläuterte.

Was würden Sie machen, wenn Sie für die Stadt Haltern am See genügend Geld hätten“, fragten die Jugendlichen. Klimpels Antwort: „Ich könnte mir vorstellen, einen großen Sportpark für 5000 Zuschauer zu errichten – mit einer Multifunktionsfläche, auf der dann auch die unterschiedlichsten Indoor-Sportarten möglich wären.“ Auf dem Boden der Realität zurück erklärte der Verwaltungschef dann, dass es ihm stets auch ein Anliegen sei, genügend Geld für den Unterhalt der Schulgebäude und deren Ausstattung bereit zu stellen.

Bodo Klimpel ging auch ausführlich auf die demokratischen Spielregeln ein, er erwähnte die Bedeutung des Öffentlichkeitsprinzips und der Meinungsfreiheit, die auch bedeutet, Andersdenkenden nicht das Wort zu verbieten.
Auf weitere Fragen hin machte er deutlich, dass er das Bürgermeisteramt sehr gerne ausübt. Und: „Ich fühle mich auch sehr wohl in der Stadt. Gerade Besucher bestätigen uns immer wieder, wie schön es hier ist.“

2017 von Ulf Steinböhmer

8. School’s Groove Night

Schüler der städt. Musikschule Haltern am See und Dülmen präsentieren Livemusik im Trigon.

Am Freitag, 31.März, werden junge, talentierte Nachwuchsmusiker aus Haltern am See und Dülmen ihr Können bei der achten School’s Groove Night präsentieren. Die städtische Musikschule betreut mittlerweile fünf Rockbands mit insgesamt 27 Schülern. Die Musiker und Musikschullehrer Oliver Kopmann, Patrick Wörner, Jürgen Saalmann und Alfred Stein unterrichten die Bands und geben ihr fachkundiges und musikalisches Wissen an die aufstrebenden Talente weiter.

Ehemalige Schüler konnten mittlerweile schon einige Erfolge verzeichnen. So hat zum Beispiel die Band Zweiklang, Gewinner des Jugendkultur Förderpreises, das Finale beim SchoolsJam, dem größten Bandwettbewerb in Deutschland für junge Nachwuchs- und Schülerbands bei der Franfurter Musikmesse, erreichen können. Seit mehreren Jahren arbeitet die Musikschule zusätzlich mit zwei Bandprojekten der Alexander-Lebenstein-Realschule. Joel Eilders, Eric Birkenhagen, Mathis Mentrup, Sarah Mönkediek, Martha Hovenjürgen, Niklas Rehme, Merit Weidemann, Jonas Klug, Frederik Schwadrat, Jonas Vortmann, Noredana Cipa und Simon Welzel interpretieren Stücke von Nickelback, One Republic und Greenday. Die Bandmitglieder der städt. Musikschule Haltern und Dülmen Estella Klick, Larissa Röhling, Malte Nipper, Jonas Trautmann, Sophia Wortmann, Max Dietel, Johannes Hochmann, Paulina Sprenger und Max Baumann spielen unter anderen Stücke von Metallica, Foo Fighters, Rolling Stones und Melissa Etheridge. Wieder dabei ist die Band S.U.A.D. (Shut up and Dance) der Musikschule aus Gescher. Insgesamt werden sieben Bands das Trigon ordentlich rocken. Damit hat sich die School's Groove Night zu einer der gefragtesten Plattform für junge Musiker in Haltern am See entwickelt. Einlass ist ab 19 Uhr, Beginn um 19:30 Uhr. Der Eintritt ist frei.

2017 von Ulf Steinböhmer

Rat votiert einstimmig für Ausweisung von Windvorrangzonen

Die Diskussion zum Thema Ausweisung von Windvorrangzonen war sehr lebhaft und dauerte länger als eine Stunde. Doch am Ende führte Bürgermeister Bodo Klimpel die Diskussionsstränge zusammen, so dass der Rat einstimmig beschloss, die Planung und Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergieanlagen einzuleiten. Grundlage dafür soll die seit Sommer letzten Jahres bekannte Potenzialflächenanalyse des Büros Freese sein.

Außerdem war es der Politik wichtig, die Vorgaben des seit Februar 2017 gültigen Landesentwicklungsplans zu berücksichtigen und gleichzeitig auch die Planungen mit dem Regionalverband Ruhr (RVR) abzustimmen. Außerdem müssen die erforderlichen Haushaltsmittel für das Jahr 2018 bereitgestellt werden.
Mit diesem Votum wird nach Auffassung großer Teile der Politik sowie der Verwaltung in nächster Zeit kein Windrad verhindert werden können. Der Rat verspricht sich aber nun, zumindest langfristig mehr Steuerungsmöglichkeiten zu haben. Entscheidend soll für das weitere Vorgehen sein, größtmögliche Rechtssicherheit zu erzielen.

2017 von Ulf Steinböhmer

Gäste von Indoor-Halle beeindruckt

Mitglieder des Stadtentwicklungs- und Umweltausschusses und der Verwaltung besichtigten am Donnerstagnachmittag die neue Indoor-Halle des Ketteler Hofes in Lavesum. Georg Schulze Robert führte die beeindruckten Gäste über die Baustelle, wo die fleißigen Handwerker noch in den nächsten zwei Wochen eine Menge an Arbeiten erledigen müssen. Denn am 1. April soll die Eröffnung sein.
Trotzdem wurde schon sehr gut sichtbar, dass die Familie Schulze Robert zahlreiche Highlights für die großen und kleinen Besucher aus Nah und Fern vorbereitet. Denn die Halle bietet bis zu 2000 Spielenden zahlreiche Bewegungs-Angebote in Form einer Weltreise: Arktis, Regenwald, Dschungel und das Weltall sind Beispiele für die Bereiche, in denen sich die Besucher nach Herzenslust bewegen können, sei es als Kletterer, Rutschende oder Spielende.

Georg Schulze Robert rechnet damit, dass –je nach Besucherzahl – in der Halle etwa fünf Aufsichtspersonen beschäftigt werden. Hinzu kommt das Personal für die zwei gastronomischen Bereiche. „Die Halle bringt den Vorteil, dass sie das ganze Jahr über geöffnet sein kann. Das bedeutet auch, dass viele unserer Mitarbeiter ganzjährig beschäftigt sein können“, blickt Schulze-Robert nach vorn.

2017 von Ulf Steinböhmer

Einstimmig für mehr Flexibilität in der OGS

Zumindest in einem Punkt herrschte Einigkeit im Schul-, Sport- und Kulturausschuss: Eine Offene Ganztagsschule (OGS) muss flexibel sein. Die Ausschussmitglieder votierten einstimmig für die von der CDU angestoßene Resolution, die sich an die Mitglieder des Landtages und der Landesregierung richtet. Darin fordern CDU, SPD, Grüne, Wählergemeinschaft und FDP eine klare Formulierung bezüglich des OGS-Besuches. Für sie steht fest, dass trotz einer Anmeldung in der Offenen Ganztagsschule den Kindern Zeit für Familienleben und Vereinsaktivitäten bleiben muss.
Dazu müsse Ministerin Sylvia Löhrmann lediglich den Erlass klarer formulieren. Aktuell heißt es: „Die OGS bietet zusätzlich zum Unterricht Angebote außerhalb der Unterrichtzeit an. Der Zeitrahmen erstreckt sich in der Regel über alle Unterrichtstage von 8 bis 16 Uhr.“

Die Halterner Stadtverwaltung war in Absprache mit den Schulleitungen bislang großzügig. Die Definition „in der Regel“ ließ das ihrer Meinung nach zu. In Absprache mit der jeweiligen Grundschule konnten Kinder auch an nur drei Tagen in die OGS geschickt werden. Seit geraumer Zeit aber werden die Kommunen von der Bezirksregierung angehalten, OGS verpflichtend an vier bis fünf Tagen anzubieten.
„Der aktuelle Erlass trägt aufgrund seiner Formulierung allgemein zur Verunsicherung bei“, kritisieren die Halterner Parteien. Mittelfristig sei die Landespolitik gefordert, ein landesseitig finanziertes Betreuungs- und Bildungskonzept im Ganztagsbereich zu entwickeln, das die Bedürfnisse junger Eltern stärker berücksichtige.

In Haltern am See hatte sich schon vor Monaten eine Elterninitiative „Für eine familienfreundliche Offene Ganztagsschule“ gegründet. Diese fordert eine OGS mit flexiblen Abholmöglichkeiten, die im Sinne der Träger allerdings gewissen Regeln und Planbarkeiten unterliegen soll. Die Halterner Initiative fand schon einige Nachahmer in anderen NRW- Städten. Etwa 18.000 Personen unterschrieben diese Online-Petition, ein Großteil davon im Kreis Recklinghausen.
Gleichzeitig erteilte die breite Ausschussmehrheit dem SPD-Antrag eine Absage, weitere außerunterrichtliche Angebote im Primarbereich zu schaffen. Dafür seien weder finanzielle, noch personelle oder räumliche Kapazitäten vorhanden.

2017 von Ulf Steinböhmer