Nachrichten aus Haltern

WALDband-Ausstellung „Rasterfahndung“ macht Station in Haltern am See

Der Regionalverband Ruhr stellt Arbeiten von Studierenden der Hochschule Ostwestfalen-Lippe zur „Rasterfahndung“ vom 2. Mai bis 29. Mai in der Hauptgeschäftsstelle der Stadtsparkasse von Haltern am See aus. Gezeigt werden Eindrücke, Stimmungen, charakteristische Merkmale und Ideen zum Naturpark Hohe Mark Westmünsterland, die bei Erkundungen der Region entstanden sind.

Grundlage der Ausstellung ist eine so genannte „Rasterfahndung“, die im Rahmen einer Lehrveranstaltung unter Leitung von Prof. Martin Hoelscher und Prof. Kathrin Volk durchgeführt wurde. Der Projektraum WALDband wurde in 12 „Raster“ von 12,5 x 12,5 km Größe eingeteilt, die je ein Team aus zwei Studierenden an zwei Tagen erkundete. Sie sammelten Eindrücke in Form von Bildern (Fotos), Begegnungen (Interviews), Gegenständen (Sammlung), Geräuschen/Gerüchen (Aufzeichnungen, Notizen) etc.. Hierauf aufbauend entwickelten die Studierenden Ideen und Raumbilder.

Mit der dem Raum rund um Haltern am See haben sich gleich vier Teams auseinandergesetzt. Grundsätzlich handelt es sich jetzt schon um einen attraktiven, vielseitig genutzten Freizeit- und Erholungsraum mit zahlreichen Potenzialen. Er ist gut über Autobahnen und Bahnverbindungen an den Kern des Ruhrgebietes angebunden.

Die Studierenden haben folgende Ideen und Perspektiven für die Teilräume entwickelt:
Im Nordwesten werden ergänzende Angebote im Waldgebiet der Hohen Mark, wie z.B. ein Baumhotel, ein Baumwipfelpfad oder auch die Planung weiterer Mountainbike-Strecken vorgeschlagen sowie für die Geisheide eine naturnahe Nutzung als Wildniswald.
Der Nordosten ist durch eine Dichte von Baggerseen, kleineren Wäldern und Heidelandschaft geprägt. Hier steht eine Verknüpfung der unterschiedlichen Naturräume im Mittelpunkt der Überlegungen. Der ehem. Truppenübungsplatz Borkenberge soll als Wildnislandschaft über Stege erschlossen werden. Den Schwerpunkt aktiver wassersportlicher Nutzungsvorschläge bilden die Silberseen, mit Aktivitäten, wie z.B. Standup-Paddling, Surfen oder auch Wasserski. Die Haltener Stauseen dagegen sollen nach Ansicht der Studierenden eher für eine naturnahe Erholung genutzt werden.
Südlich von Haltern im Bereich der Lippe und dem Wesel-Datteln-Kanal werden u.a. die Einrichtung eines Polderparks und die Anlage einer begleitenden Uferpromenade vorgeschlagen. Für das Waldgebiet der Haard wird eine Verbesserung der Ausschilderung, des bestehenden Routensystems und die Ausweisung einer naturverträglichen Mountainbike-Route als erstrebenswert angesehen.
Als gesamträumlicher Ansatz sollen die Waldflächen insgesamt besser miteinander vernetzt werden. Zusätzlich wird empfohlen, eine Fahrradbuslinie als Shuttlebus zwischen Haltern am See und Marl einzusetzen.

Das Projekt ist Teil des WALDbands, das im Rahmen der Regionalen 2016 ZukunftsLAND die zukunftsfähige Entwicklung des Landschaftsraumes im Übergang vom Ballungsraum Ruhrgebiet zum Münsterland und Niederrhein in den Mittelpunkt stellt. Dieser Raum verfügt über die größten zusammenhängenden Waldflächen im Regionale-Gebiet. Um modellhafte Antworten auf die wesentlichen Zukunftsfragen zur Wald- und Landschaftsentwicklung zu erarbeiten, haben sich als gemeinsame Projektträger der RVR, Wald und Holz NRW und der Naturpark Hohe Mark Westmünsterland zusammengeschlossen.

2017 von Ulf Steinböhmer

Stadt Haltern am See radelt erneut für ein gutes Klima

Seit 2008 treten deutschlandweit zahlreiche Interessierte für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Haltern am See ist vom 20. Mai bis 9. Juni zum zweiten Mal mit von der Partie. In diesem Zeitraum können Mitglieder des Kommunalparlaments sowie alle Bürgerinnen und Bürger und alle Personen, die in Haltern am See arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen bei der Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnis mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Anmelden können sich Interessierte schon jetzt unter stadtradeln.de/haltern-am-see.
Beim Wettbewerb STADTRADELN geht es um Spaß am und beim Fahrradfahren sowie tolle Preise, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.
Bürgermeister Bodo Klimpel: „Bei unserer STADTRADEL-Premiere in 2015 sind viele Halterner in die Pedale getreten. Das Engagement der Bürgerinnen und Bürger hat mich beeindruckt. Mit der Wiederholung der Aktion in diesem Jahr erhoffe ich mir, dass noch mehr Menschen dauerhaft aufs Fahrrad umsteigen. Ziel ist es, die Verkehrsmittelwahl auch im Alltag umweltfreundlicher zu gestalten.“

Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren werden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.
Jeder kann ein STADTRADEL-Team gründen bzw. einem beitreten, um beim Wettbewerb teilzunehmen. Dabei sollten die Radler/Innen so oft wie möglich das Fahrrad privat und beruflich nutzen. Als besonders beispielhafte Vorbilder sucht die Verwaltung auch sogenannte STADTRADEL-STARS, welche demonstrativ in den 21 STADTRADEL-Tagen kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen. Diese sollen nach Möglichkeit während der Aktionsphase von lokalen und/oder überregionalen Medienpartnern begleitet werden und über ihre Erfahrungen als Alltagsradler in ihrem STADTRADEL-Blog berichten. Als Belohnung winken hier u.a. attraktive Ortlieb-Fahrradtaschen. Baudezernentin Anette Brachthäuser: „Ich freue mich über jeden, der sich bei mir meldet und sich so besonders engagieren will.“

Bodo Klimpel und das Organisationsteam Stadtradeln hoffen auf eine rege Teilnahme aller Bürgerinnen und Bürger, Ratsmitglieder und Interessierten beim STADTRADELN, um dadurch aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen. Anette Brachthäuser ergänzt: „Auch der Klimabeirat der Stadt Haltern am See engagiert sich wieder beim STADTRADELN und bietet gleich mehrere PrimaKlima-Radtouren an. Ich würde mich freuen, wenn wieder zahlreiche Interessierte mitfahren.“ Die erste Tour startet am Sonntag, 21. Mai, um 11.30 Uhr auf dem Marktplatz und führt u.a. an Stever und Lippe entlang.
Weitere Informationen gibt es in der Stadtverwaltung unter den Telefonnummern 02364 933-295 und -287; Mail: stadtradeln@haltern.de.

2017 von Ulf Steinböhmer

Noch freie Plätze im Planwagen

Lust auf Kultur und einen kurzweiligen Gang durch unsere Altstadt mit historischem Flair oder eine gemütliche Tagestour mit dem Planwagen? Folgende Angebote können Interessierte noch kurzfristig bei der Stadtagentur buchen.
Am Samstag, 6. Mai, bietet die Stadtagentur um 11.15 Uhr den ersten geführten Stadtspaziergang der Saison an. Die Teilnehmenden bummeln gemütlich durch die Straßen und Gassen der Innenstadt und lauschen den lebhaft und anschaulich erzählten Stadtgeschichten von früher und heute. Die Tour durch die Stadt kostet pro Person sieben Euro, Kinder bis 14 Jahren sind frei, Treffen ist im Foyer des Alten Rathauses.

Am Samstag, 20. Mai, startet der Planwagen um 10 Uhr am Bahnhofsvorplatz zu einer geselligen Tagestour. Stationen sind eine einstündige Fahrt mit dem Fahrgastschiff „Möwe“ und ein leckeres Mittagessen bei Peters Bauernstube. Genuss pur entlang der herrlichen Naturlandschaft ist garantiert. Preis pro Person 42 Euro.
Weitere Informationen und Anmeldungen in der Tourist-Information im Alten Rathaus, Markt 1, oder unter Telefon 02364 933-365 oder-366.

2017 von Ulf Steinböhmer

Stadtverwaltung legt Flächennutzungsplan neu aus

Ende 2016 hatte der Rat der Stadt Haltern am See den Feststellungsbeschluss über den neuen Flächennutzungsplan gefasst (wir berichteten). Danach hatte die Stadtverwaltung den Flächennutzungsplan (FNP) der Bezirksregierung Münster zur Genehmigung vorgelegt. Dabei hat die Prüfung durch die Bezirksregierung ergeben, dass beim neuen Flächennutzungsplan keine inhaltlichen oder Abwägungsfehler vorliegen, jedoch ein formeller Fehler: Bei der Bekanntmachung zur Offenlage des FNPs wurden die Umwelthinweise nicht richtig ausgeführt. Dies muss nun im Rahmen einer erneuten Offenlage korrigiert werden.
Baudezernentin Anette Brachthäuser erklärt hierzu: „Nach der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit vom September 2011 und der Offenlage nach § 4 (2) BauGB vom März 2016 müssen wir somit den FNP erneut in die Offenlage geben. Grund hierfür sind die formellen Anforderungen an den Hinweis auf vorliegende Umweltinformationen im förmlichen Bekanntmachungstext, die noch detaillierter erfolgen müssen, als wir dies getan haben. Eine inhaltliche oder zeichnerische Änderung der Planinhalte des Flächennutzungsplanes gegenüber der bereits erfolgten ersten Offenlage ist jedoch nicht erfolgt – der Plan ist der Gleiche.“

Gegenüber der ersten Bekanntmachung zur Offenlage im Herbst 2016 sind daher nun im offiziellen Bekanntmachungstext des aktuellen Amtsblattes nachfolgend nicht nur alle vorliegenden Umweltinformationen genannt, sondern zudem auch die in den einzelnen Eingaben vorgebrachten Umweltaspekte und insbesondere betroffene Umweltbelange in Sinne der Paragrafen 1 (6) Nr. 7 und § 1 a BauGB detailliert aufgeführt.
An die Veröffentlichung des korrigierten Bekanntmachungstextes schließt sich wiederum das Verfahren gemäß § 4 (2) BauGB an. Die Planunterlagen werden im Mai erneut öffentlich ausgelegt.
Anette Brachthäuser: „Auch die Träger öffentlicher Belange müssen erneut beteiligt werden. Da sich inhaltlich am Plan jedoch nichts geändert hat, gehen wir davon aus, dass wir keine neuen Einwendungen erhalten.“ Zudem werden sämtliche Planunterlagen wiederum ins Internet eingestellt. Zu finden sind diese unter der Adresse www.haltern-am-see.de. (Dort unter => Rathaus => Verwaltung und Politik => Öffentlichkeitsbeteiligung).
Anette Brachthäuser hierzu weiter: „Ein leider aus formalen Gründen notwendiger Verfahrensschritt. Da die Bezirksregierung Münster unsere Akten jedoch bereits kennt, erhoffe ich mir, dass die Genehmigungsbehörde bei der erneuten Prüfung der Unterlagen nicht die kompletten, ihr rechtlich zustehenden drei Monate für die Genehmigung in Anspruch nehmen wird, sondern dass diese zeitlich kurzfristiger erfolgen kann. Ich erhoffe eine Genehmigung im (Spät-)Sommer dieses Jahres.“

2017 von Ulf Steinböhmer

Ordnungskräfte am 1. Mai im Einsatz

Wenn am 1. Mai wieder im Westuferpark und in der Nähe des Halterner Stausees gefeiert wird, werden auch wieder das Ordnungsamt, Jugendamt und Polizei mit starker Präsenz vertreten sein. Sie möchten, dass nichts aus dem Ruder läuft und setzen sich dafür ein, die Sicherheit zu gewährleisten. „Wir werden darauf achten, dass die Feier friedlich und sicher verläuft“, sagt Rouven Lojack vom Ordnungsamt. Michael Franz, Sprecher des Polizeipräsidiums Recklinghausen, ergänzt: „Wir werden Verfehlungen unterbinden, Straftaten und Ordnungswidrigkeiten konsequent verfolgen und dabei auch kein Auge zudrücken.“ Dazu gehört insbesondere, dass das Betreten der Bahnlinie am Westuferpark tabu ist. Dort im Westuferpark dürfen die Maiwagen aus Sicherheitsgründen auch diesmal nur in der Ebene aufgestellt werden. Das hat sich bewährt und wurde von den Feiernden im vergangenen Jahr gut angenommen.

Um das zu schaffen, werden Vertreter des Ordnungs- und Jugendamtes, die Polizei und auch ein privater Sicherheitsdienst vor Ort sein. Geplant sind ebenso Jugendschutz- und Alkoholkontrollen. Deshalb zur Erinnerung die gesetzlichen Regeln: Für Jugendliche unter 16 Jahren gilt ein generelles Alkoholverbot, für junge Leute zwischen 16 und 18 Jahren sind Bier und Biermischgetränke erlaubt. Polizeisprecher Michael Franz appelliert an alle Besucher, sich angemessen zu verhalten: „Die meisten jungen Leute wollen dort einfach nur friedlich feiern. Dagegen hat niemand etwas.“

2017 von Ulf Steinböhmer