Nachrichten aus Haltern

Sagenhafte Westruper Heide

Zu einer Familienwanderung lädt der NABU Expedition Düsterdille ein. Bei einem Gang in den Sonnenuntergang erleben die Teilnehmer die mystische Atmosphäre der Heide. Was sehen wir? Was hören wir? Was können wir riechen? Wir kommen zur Ruhe und lassen uns ein auf diesen "unbekannten" Lebensraum. Schilderungen aus der Geschichte, spannende Sagen und Geschichten, die sich die Menschen der Gegend schon seit hunderten Jahren erzählen, geben uns ein Bild vom Leben und den Gefahren, mit denen hier jeder klar kommen musste. Foto: Christian Lynen

Wann: Freitag 27. Oktober, 18:00 bis 21:00 Uhr

Treffpunkt: Haltern, Parkplatz am Flaesheimer Damm

Kosten: 6€ Erw./3€ Kind/ NABU-Mitglieder frei
Kontakt: 02364 935330, info@nabu-halternamsee.de, info@nabu-marl.de

2017 von Ulf Steinböhmer

Wochenmarkt wird vorverlegt

Die Stadtagentur teilt mit, dass der Wochenmarkt in Haltern am See aufgrund der Feiertage am Dienstag (31.10.2017) und Mittwoch (01.11 2017) vorverlegt wird. Der Wochenmarkt findet nunmehr am Montag, 30.10.2017 in der Zeit von 8.00 bis 13.00 Uhr statt.

2017 von Ulf Steinböhmer

Boden von Haus Vogelsang geht per Schiff nach Lippramsdorf

Umladung vom Lkw auf den Wasserweg. Alte Schiffsverladestelle wurde wieder reaktiviert.

Haltern-Flaesheim. Seit dieser Woche werden erstmals Bodentransporte aus dem Lippe-Renaturierungsprojekt „Haus Vogelsang“ über die ehemalige Schiffsverladestelle der Quarzsandwerke am Wesel-Datteln-Kanal abgewickelt. Pro Tag wird ein Schiff mit rund 1000 Tonnen beladen.

Schon in den Bürgerversammlungen des Lippeverbandes im Vorfeld der Baumaßnahme wurde das Thema angesprochen: Wie lässt sich vermeiden, dass sämtliche Bodentransporte aus der „Fluss- und Auenentwicklung Lippe Haus Vogelsang“ durch die Ortschaft Flaesheim rollen? In diesem Zusammenhang kam die Idee auf, die alte Schiffsverladestelle am Baggersee zwischen Flaesheim und Ahsen wieder zu reaktivieren, um die Bodenmassen dort auf Schiffe umzuladen.

Inzwischen laufen die Arbeiten auf dem ausgedehnten Baufeld östlich von Haus Vogelsang am Schauwinkelweg. Baustraßen wurden angelegt, auch wurde schon viel Boden bewegt und Material teils abgefahren, teils innerhalb des Geländes zwischengelagert oder wieder eingebaut.

Jetzt ist auch der Schiffsanleger soweit fit, dass dort Bodenmassen mit dem Bagger aufs Schiff umgeladen werden können. Ein Bagger belädt den Schubleichter, nach fünfstündiger Ladezeit legt der kleine Schubverband einmal am Tag ab und fährt über den Kanal bis zum Hafen AV. Dort werden die Böden gebraucht – beim Projekt HaLiMa, der zweiten großen Baustelle des Lippeverbandes im Kreis Reckling-hausen, wird jede Menge Material für die neuen Hochwasserschutzdeiche bei Marl und Lippramsdorf benötigt.

2017 von admin

Film über Alexander Lebenstein und jüdische Musik

Mit einem besonderen Abend gedenken die Evangelische Kirchengemeinde und die Stadtverwaltung in diesem Jahr der Pogromnacht von 1938: Am Samstag, 4. November, musiziert ab 18 Uhr die Gruppe Naschuwa in der Erlöserkirche. Schon vorher, ab 17 Uhr, lädt die Veranstaltergemeinschaft ins Paul-Gerhardt-Haus. Dort wird ein englischsprachiger Film von und mit Alexander Lebenstein gezeigt, denn der 2010 verstorbene Halterner Holocaust- Überlebende und Ehrenbürger würde am 3. November 90 Jahre alt.

„Uns ist es ein besonderes Anliegen, auf diesen Geburtstag aufmerksam zu machen“, erklärt Bürgermeister Bodo Klimpel. „Wegen der zeitlichen Nähe zum Jahrestag der Pogromnacht am 9. November haben wir uns entschieden, diese beiden Programmpunkte an einem Tag anzubieten“, war er sich mit Pfarrer Karl Henschel sofort einig. Beide gehen davon aus, dass sich eine Reihe von Interessierten einfinden wird, den Film anzusehen und sich anschließend auch Naschuwa anzuhören.

„Die englische Sprache ist in dem Film relativ gut zu verstehen“, sagen die Organisatoren, die darauf verweisen, dass Alexander Lebenstein an einigen Stellen zu Wort kommt und auch zu Originalschauplätzen gegangen ist, um seine teils schlimmen Erlebnisse zu schildern. Denn er musste bereits als Elfjähriger erleben, wie die NS-Schergen mit ihm und seiner Familie während der Pogromnacht und später umgegangen sind. Erwähnt werden in den Film beispielsweise auch die Verleihung der Ehrenbürgerwürde und die Namengebung der Realschule im Jahre 2008.

Das Quartett „Naschuwa“ will ein Stück verloren gegangene jüdische Kultur lebendig werden lassen. Es zeigt die Vielseitigkeit jüdischer Musik und jüdischen Humors. Die Musiker, im Hauptberuf zum Teil Pfarrer, stehen für flotte Klezmer-Stücke, jiddische und hebräische Lieder sowie berührende israelische Balladen und Weisen. Sie versprechen ebenso eine musikalische Reise durch vertraute und fremde Welten.

Der Eintritt ist frei, am Ende des Konzerts wird um Spenden gebeten.

2017 von Ulf Steinböhmer

„Mein Erbe soll in die richtigen Hände kommen“

Rechtsanwalt informiert Eltern
Selten wurde so viel vererbt, wie in der aktuellen Zeit. Mit der Übertragung des Erbes bekommen Kinder eine große Verantwortung. In den monatlich tagenden Halterner Austauschgruppen „Hotel Mama“ sorgen sich manche Eltern, ob Ihre erwachsenen Kinder dieser Verantwortung gewachsen sind. Es handelt sich hier meist um Söhne, die sich aus unterschiedlichen Gründen nicht verselbständigen. So greifen die Leiter der Gruppen Sabine Peisert vom Gesundheitsamt und Hartmut Giese vom Caritasverband das Thema in einer öffentlichen Veranstaltung auf. Der Rechtsanwalt Gerd Flint aus Dortmund erklärt die gesetzliche Erbfolge, ein (gemeinschaftliches) Testament und beantwortet weitere Fragen der Eltern.
Der Infoabend findet am 6.11.17 um 18:30 im Trigon, Weseler Str. 131 in Haltern am See statt.
Der Eintritt beträgt 5 €/Person.
Bei Fragen zum Abend bitte an Sabine Peisert 02364-9259-7911 wenden.

2017 von Ulf Steinböhmer