Nachrichten aus Haltern

Realschüler besuchen den Bürgermeister

Mehr als 50 Schülerinnen und Schüler der Alexander-Lebenstein-Realschule nahmen am Montagmorgen die Plätze im Rathaus ein, die normalerweise den Ratsmitgliedern vorbehalten sind. Die Klassen 6a und 6e mit ihren Lehrpersonen Marion Möllerfeld und Michael Sinder hatten eine Stunde lang die Möglichkeit, sich ausführlich mit Bürgermeister Bodo Klimpel zu unterhalten und ihm eine Reihe von Fragen zu stellen.

Im Rahmen ihres Politikunterrichts erfuhren die Mädchen und Jungen so aus erster Hand, wie die Stadtverwaltung funktioniert und auch, wie der Stadtrat und seine Ausschüsse arbeiten. Sie wollten ebenso wissen, wie lange es noch dauert, bis die Glasfaserleitungen in Haltern und den Ortsteilen verlegt sind, wieviel Geld insgesamt in einem Jahr ausgegeben wird, wie groß die Schäden sind, die der Sturm kürzlich verursacht hat.

Bodo Klimpel antwortete ebenso auf persönliche Fragen, dass er beispielsweise eine mehrwöchige Tour mit dem Wohnmobil nach Finnland und auch eine Schiffsreise nach New York unternehmen möchte, dass er gern „auf Schalke“ ist und dass er seit 2004 das Bürgermeisteramt innehat.

2018 von Ulf Steinböhmer

AWO übernimmt Trägerschaft für neuen Kindergarten

Einen Sachstandsbericht zum geplanten Bau des Fünf-Gruppen-Kindergartens an der Lohausstraße gab Bürgermeister Bodo Klimpel im Ausschuss für Generationen und Soziales (AGS). Zudem entschied sich das Gremium mehrheitlich, die Trägerschaft für den Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) zu übertragen.

Klimpel wies darauf hin, dass im Oktober 2017 der Bau- und Finanzierungsbeschluss für diesen Kindergarten gefasst worden ist. „Begleitend läuft seit Anfang 2017 das Änderungsverfahren für den Bebauungsplan, um die ehemalige Grünfläche planungsrechtlich für den Bau eines Kindergartens zu sichern. Viele vorbereitende Arbeiten konnten so zum Glück schon über die Bebauungsplanänderung abgewickelt werden.“

Letztlich wurden aber die Abstimmungen für die konkrete Planung erst im Dezember 2017 nach Erarbeitung des Brandschutzkonzeptes mit dem Landesjugendamt erfolgreich abgeschlossen. Derzeit erarbeitet der Architekt Krail parallel zum Baugenehmigungsverfahren die Ausschreibungsunterlagen.

Derzeit werden an der Baustelle die Grabungsarbeiten - begleitet durch den LWL - durchgeführt. „Bekanntlich errichten wir den Kindergarten auf einer Fläche die archäologisch einer alten Römeranlage „Marschlager“ zuzuordnen ist. Die Ausgrabungen laufen seit Anfang Januar und werden von einem heimischen Bauunternehmen durchgeführt“, sagte Klimpel. Kurzfristig werden nun Ausschreibung und Vergabe der Bauleistungen erfolgen. Der avisierte Fertigstellungstermin zum 1. August – also zu Beginn des Kindergartenjahres 2018 – könne aufgrund der erforderlichen Planungsabstimmungen, öffentliche Ausschreibung, Vergabeverfahren etc. nicht garantiert werden. Es werde stets im AGS und auch im Bau- und Verkehrsausschuss über den aktuellen Stand der Baumaßnahme berichtet. Klimpel: „Wir brauchen den Kindergarten so schnell wie möglich!“

2018 von Ulf Steinböhmer

Hausbegehungen in Haltern am See starten

Mitarbeiter können sich ausweisen
Das durch die Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser beauftragte Generalunternehmen Allinq Networks GmbH, welches auch in den Vororten die Hausbegehungen und die Tiefbauarbeiten durchführt, startet ab dem 29.01.2018 auch in Haltern am See Mitte mit den Hausbegehungen. Die Termine hierfür werden telefonisch mit den Kunden vereinbart.
Die Hausbegehungen sind notwendig um festzulegen, wo die Leitungen auf dem Grundstück verlegt und ins Haus geführt werden. Im Rahmen der Hausbegehung wird es ein so genanntes Begehungsprotokoll geben. Das Begehungsprotokoll muss am Ende der Begehung von beiden Parteien unterzeichnet werden und ist bindend. Selbiges wird im Nachgang in der Regel per E-Mail zur Verfügung gestellt.
Deutsche Glasfaser weist ausdrücklich darauf hin, dass Mitarbeiter von Deutsche Glasfaser bzw. von den für den Ausbau beauftragten Unternehmen über Mitarbeiter-Ausweise verfügen und auch jederzeit gern bereit sind, diese auf Verlangen vorzuzeigen. Auf diesem ist eine ID-Nr. enthalten, welche über die Hotline (02861) 89 06 00 jederzeit geprüft werden kann.
Informationen gibt es auch im Baubüro, Rochfordstraße 1, dienstags von 9 bis 13 und 14 bis 18 Uhr und mittwochs von 9 bis 13 Uhr sowie unter Tel. (02364) 8 84 10 65. Anfragen können zudem auch schriftlich per E-Mail an pos.haltern@deutsche-glasfaser.de gerichtet werden.
Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.deutsche-glasfaser.de

2018 von Ulf Steinböhmer

1.000 Fahrgast geehrt!

Gründungs- und Vorstandsmitglied von 1995 am Steuer!

Das hätten sich die Gründer und Vorstandsmitglieder von „Bürgerbus Haltern e.V.“ im Jahre 1995 nicht träumen lassen. Einer von ihnen, Klaus Puschmann, der die Bürgerbusidee gerne schon damals verwirklicht hätte, hatte am Samstag, 20. Januar, als Fahrer auf seiner dritten Bürgerbusrunde entlang des Haltestellennetzes durch die Stadt ein ganz besonderes Erlebnis. Der „Veteran“ der Bürgerbusidee sitzt hin und wieder samstags auf dem Fahrersitz, da er in der Woche seiner Arbeit nachgeht.

An der Bürgerbushaltestelle „Am Fliederbusch“, die vor dem Haus Dahlienstraße 16 ihren Standort hat, stieg eine ältere Dame ein. Nachdem der Fahrschein von einem EURO gelöst war, fiel bei der Rückgabe des Wechselgeldes ein Geldstück zu Boden. Hans Kirschbaum vom Bürgerbusverein, der ebenfalls mit im Bus saß und an diesem Tag eine ehrenvolle Aufgabe wahrnehmen konnte, half der Dame erfolgreich beim Suchen nach der Geldmünze. Nachdem diese gefunden wurde gab’s anschließend eine große Überraschung für sie. Ein bis dahin gut versteckter Blumenstrauß kam zum Vorschein und wurde dem tausendsten Fahrgast, der den Bürgerbus in Haltern am See nutzte, überreicht. Die Empfängerin war völlig überrascht, bedankte sich ganz herzlich und konnte sich anschließend verblüfft hinsetzen und anschnallen.
Im Zwiegespräch erzählte sie mir dann, dass es bereits ihre vierte Fahrt mit dem Bürgerbus sei. Sie steigt immer „Am Fliederbusch“ ein, da diese Haltestelle nahe an ihrem Wohnort ist. Sie fährt von dort entweder bis zum Bahnhof mit oder steigt an der Haltestelle „Am Uferkastell“ aus – so auch an diesem für sie denkwürdigen Tag. Mit ihren 81 Jahren findet Gisela Weise es prima, mit dem Bürgerbus fahren zu können. Sie benötigt zwar keinen Rollator, jedoch ist ihr Weg bis in die Innenstadt ganz schön weit und bei schlechtem Wetter ein wenig beschwerlich. Sie würde es begrüßen, wenn man auf dem Weg zur Einkaufszone noch eine weitere Haltestelle hätte, ist aber mit dem derzeitigen Fahrangebot des Bürgerbusvereins zufrieden, zumal sie sich noch fit genug fühlt, auch vom Bahnhof aus in die Stadt zu gehen.

Bevor sie aussteigt und vom Fahrer und den zwischenzeitlich drei zugestiegenen Fahrgästen und mir freundlich verabschiedet wird, dankt sie uns nochmals für den tollen Blumenstrauß und sagt: „Diesen Tag werde ich wohl nie mehr vergessen! Ich werde den Bürgerbus zukünftig gerne weiter nutzen und empfehlen. Es ist einfach wunderbar und macht Spaß, mit dem Bürgerbus zu fahren“.

Informationen zum Bürgerbus geben Werner Mohr (1. Vorsitzender) Fon 0 23 64 – 60 84 428 und Hans Kirschbaum (Marketing, Öffentlichkeitsarbeit) Fon 0 23 64 – 60 84 615.
Zusätzlich finden regelmäßig im Kolping-Treff jeweils am 3. Dienstag eines Monats Besprechungen und Austausch von Informationen des Fahrpersonals statt. Der nächste Termin ist Dienstag, 20. Februar 2018 um 19:00 Uhr im großen Saal. Frauen und Männer, die sich für den Einsatz im Bürgerbusbetrieb interessieren, sind herzlich willkommen. Zwei neue Fahrer haben sich hier bereits informiert und werden demnächst die Anzahl des Fahrpersonals auf 34 erhöhen.


Bild oben: Auf dem Foto Gisela Weise, Klaus Puschmann, Text und Foto Hans Kirschbaum

2018 von Ulf Steinböhmer

Spotlight zum Thema "Gender Mainstreaming"

Der nächste Spotlight-Abend der Freien Gemeinde Wendepunkt zum Thema „Gender Mainstreaming" ist am Freitag, 2. Februar, ab 19.30 Uhr im Gemeindezentrum, Weseler Straße 69 (Amaro-Haus).

Dabei referiert der Diplom-Theologe und Leiter beim Weißen Kreuz Martin Leupold aus Ahnatal (Landkreis Kassel) und erläutert, was allgemein unter der Gender Mainstreaming-Strategie verstanden wird, welche Maßnahmen zur Umsetzung bisher auf nationaler und internationaler Ebene ergriffen wurden. Er setzt sich mit den Ergebnissen auseinander und beleuchtet die in den letzten Jahren deutlich zugenommene Kritik an Gender Mainstreaming. Anschließend ist Gelegenheit zur Diskussion.
Besucher sind bei freiem Eintritt herzlich willkommen. Es werden Snacks und Getränke gereicht.  Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

2018 von Ulf Steinböhmer