Nachrichten aus Haltern

„Oft schenken wir einfach nur Zeit“

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst hat jetzt eine Zweigstelle in Haltern

Noch ist von Yvonne Steinbuß an ihrem neuen Arbeitsplatz viel Improvisationstalent gefragt. Ein provisorischer Schreibtisch, ein Tisch, ein paar Stühle, einige noch nicht ausgepackte Kisten und in der Ecke eine Küche, die aufgebaut werden muss. Wie das bei Umzügen eben so ist. Doch Computer, Kaffeemaschine und Telefon funktionieren schon – nicht ganz unwichtig, vor allem Letzteres klingelt mehrfach, während die Halternerin über die Arbeit des Ambulanten Kinderhospizdienstes berichtet. Da werden schnell per Telefon ein paar Dinge organisiert. Flyer müssen beispielsweise noch gedruckt werden, denn in wenigen Wochen soll hier, an der Lavesumer Straße 3d, alles fertig sein. Für den 3. März ist die offizielle Eröffnung der neuen Zweigstelle des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. in Haltern geplant. Von hier aus wird dann der Bereich „Südliches Münsterland“ betreut.

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2017 von Martina Jansen

Listen für Volksbegehren liegen aus

Ab Donnerstag, 2. Februar, liegen sie im Verwaltungsgebäude Muttergottesstiege aus: die Unterschriftenlisten für das Volksbegehren „Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung.“ Die Initiatoren dieses Volksbegehrens fordern eine Rückkehr zum Abitur an Gymnasien in NRW nach 13 Jahren (G9). Der Halbtagsunterricht soll sechs Stunden am Tag betragen und das Ganztagsangebot nicht verpflichtend sein. Zudem besteht die Forderung, dass die zweite Fremdsprache wieder nach der siebten Klasse beginnt.

Die Listen liegen zu folgenden Zeiten aus: montags 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr, dienstags bis donnerstags 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr, freitags 8.30 bis 12 Uhr. Und zwar im Fachbereich Interne Dienste, Rochfordstraße 1, Zimmer 1.87, bis zum 7. Juni. Darüber hinaus liegen die Eintragungslisten auch an vier Sonntagen aus. Und zwar am 19. Februar, 26. März, 30. April und 28. Mai, jeweils von 9 bis 13 Uhr im Alten Rathaus, Markt 1, Zimmer E.04.

Unterschreiben mehr als 1.060.963 Wahlberechtigte in NRW dieses Volksbegehren, muss sich der Landtag mit dem Gesetzesentwurf beschäftigen. Wird dieser abgelehnt, so kommt es zu einem Volksentscheid, bei dem 15 Prozent der Stimmberechtigten dem Gesetz zustimmen müssten.

2017 von Ulf Steinböhmer

Keine weiteren Beschränkungen für den 1. Mai

Ausgehend von den insgesamt guten Erfahrungen im vergangenen Jahr sieht das Ordnungsamt in diesem Jahr davon ab, weitergehende Beschränkungen für Maiwagen festzulegen. Insbesondere der Umstand, dass die Maiwagen nicht mehr auf den Hügel im Westuferpark gefahren werden, hat einen enormen Effekt bewirkt. Denn zum einen wurde so eine überaus gefahrträchtige Situation beseitigt, zum anderen hatte die Aufstellung der Maiwagen in der Ebene auch positive Auswirkungen in Bezug auf die Geräuschemissionen. Darüber hinaus dankt die Stadtverwaltung ausdrücklich den Wagenbauern, die sich im Vorfeld an das Ordnungsamt gewandt hatten, um ihren Wagen beurteilen zu lassen.

Ein Großteil der vorgestellten Wagen konnte in 2016 direkt als unkritisch angesehen werden, lediglich in wenigen Fällen wurden einzelne Hinweise gegeben, die die Wagenbauer dankbar annahmen und auch ausnahmslos befolgt haben. Die Tipps bezogen sich beispielsweise auf die Breite und Höhe der Wagen oder auch darauf, dass riesige Lautsprecherboxen in Kopfhöhe oder noch höher angebracht waren und deshalb als bedenklich angesehen wurden. Das Ordnungsamt bietet auch weiterhin an, neue oder umgebaute Maiwagen vorab beurteilen zu lassen. Das könnte unnötigen Stress am Maifeiertag schon im Vorfeld verhindern. Meist reicht dazu bereits ein Foto mit den wichtigsten Kontaktdaten aus. Dies alles schicken die Feiernden per Mail an: ordnungsamt@haltern.de.

2017 von Ulf Steinböhmer

Deichbau geht zügig voran

Auf der Großbaustelle für die neuen Hochwasserschutzdeiche in Haltern-Lippramsdorf und Marl (HaLiMa) laufen die Arbeiten seit Anfang Dezember auf vollen Touren. Der Lippeverband nutzt nach eigenen Angaben das bisher überwiegend trockene Wetter, um die Arbeiten rasch voranzubringen.

Derzeit werden Böden aus mehreren Richtungen zum Baufeld gefahren, das sich von der Lippramsdorfer Straße fast bis zum Oelder Weg erstreckt. So wird Material aus Bochum sowie vom Bau des DHL-Frachtzentrums in Dorsten angefahren. Weitere Mengen kommen bereits per Schiff über den Kanal aus Flaesheim und werden im Hafen AV umgeschlagen. Im Mittelpunkt der aktuellen Arbeiten steht die so genannte Ausgleichsfläche für den Norddeich, eine vollkommen ebene Schicht aus lehmigem Boden, welche das „Fundament“ für den eigentlichen Deichkörper bildet. Die sehr umfangreichen Bodenmassen, aus denen ab der zweiten Jahreshälfte die Deiche geschüttet werden, kommen überwiegend per Schiff über den Kanal. Das Material wird dann gegenüber dem Hafen AV ausgeladen und teils unmittelbar vor Ort verbaut, teils mit einer neuen Bandbrücke auf die nördliche Lippeseite transportiert. Beim Aufschütten des Deiches werden die Bodenschichten aus Sand und Kies lagenweise verdichtet. Parallel dazu wird die Wasserseite des neuen Deiches mit einer Lehmschürze abgedichtet.

Diese eigentliche Deichbauphase wird rund drei Jahre in Anspruch nehmen. Danach erfolgt der „Umschluss“ der neuen Hochwasserschutzanlage an das Gelände rechts und links. Ist dieser Schritt getan, kann der alte Norddeich abgetragen werden, während die Deiche auf der Südseite der Lippe überwiegend „ertüchtigt“, sprich fit gemacht, werden. Die neuen Deiche werden mit rund 14 m Höhe genauso hoch wie die bisherigen, jedoch wesentlich weniger steil. Der eigentliche Deichbau soll 2020 abgeschlossen sein, einschließlich Abtragen der Altdeiche und Modellierung der neuen Aue ist die Bauzeit jedoch mit insgesamt siebeneinhalb Jahren veranschlagt. Die Finanzierung der Gesamtkosten von rund 95 Millionen Euro erfolgt vollständig durch das Land NRW und die RAG AG.

2017 von Ulf Steinböhmer

Sperrung in der Lippmauer

Aufgrund eines Straßeneinbruchs muss die Straße Lippmauer in Höhe Haus-Nr. 19a voll gesperrt werden. Die Vollsperrung wird am Montag, 30. Januar, eingerichtet und je nach Witterungseinflüssen voraussichtlich für etwa eine Woche erforderlich sein. Während der Vollsperrung kann die Straße aus Richtung Lippstraße und auch aus Richtung Mühlenstraße (Aufhebung der Einbahnstraßenregelung) bis zur Baustelle befahren werden.

2017 von Ulf Steinböhmer