Nachrichten aus Haltern

Suche nach einvernehmlicher Lösung

Der Förderverein Schloss Sythen und die Stadtverwaltung sind weiterhin bemüht, eine für alle Seiten gute Lösung zu suchen, um der Firma Gute Botschafter eine Chance zu geben, auf dem Schlossgelände ein Büro- und Tagungsgebäude zu erstellen. Das erklärten am Dienstag Vereinsvorsitzender Wilhelm Haverkamp, sein Vorstandskollege Robert Hüser und Anette Brachthäuser, Fachbereichsleiterin für Bauen und Planen in der Verwaltung.

Wobei sie auch deutlich machten, dass es zwischen ihnen und auch dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und den dort angesiedelten Bau- und Bodendenkmalschützern weiteren Abstimmungsbedarf gibt. Denn aktuell haben die Denkmalschützer den beiden Standortvorschlägen der Stadt und des Fördervereins nicht entsprochen. Stattdessen bevorzugt der LWL, das neu zu errichtende Gebäude auf den Fundamenten des früheren Herrenhauses zu bauen. Diese Stelle behagt dem Förderverein aber nicht, wenngleich Wilhelm Haverkamp und Robert Hüser aber grundsätzlich ihre Kompromissbereitschaft deutlich machen: „Wir wollen den Guten Botschaftern durchaus die Möglichkeit geben, hier eine neue Bleibe zu finden.“

Darum bemühen sich nach Angaben von Anette Brachthäuser alle Beteiligten. „Der LWL hat auch deutlich gemacht, dass er einen Neubau grundsätzlich nur auf Grundlage des historischen Ensembles akzeptiert. Deshalb wollen wir jetzt relativ zeitnah einen gemeinsamen Termin mit dem LWL und den Sythener Vereinen, die das Schlossgelände nutzen, finden. Dabei kann der LWL seine Position verdeutlichen, und ebenso können wir über einen Standortvorschlag auf der südlichen Seite des Schlosses innerhalb der Gräfte reden.“ Einig sind sich Schloss- und Stadtvertreter auch in der Frage, dass diese Diskussion dann auch beendet werden kann. Denn grundsätzlich liegen die Positionen klar auf dem Tisch, so dass sowohl dem Investor als auch der Politik möglichst bald ein gemeinsam erarbeiteter Vorschlag unterbreitet werden sollte.

2017 von Ulf Steinböhmer

Sprechtag für Existenzgründer

Das Startercenter des Kreises Recklinghausen bietet wiederum in Kooperation mit der städtischen Wirtschaftsförderung am Mittwoch, 15. Februar, vormittags ab 9 Uhr in der Stadtverwaltung Haltern am See einen Sprechtag für Existenzgründer an. Wer an einer Gründung interessiert ist, kann sich im persönlichen Gespräch mit Eva-Maria Wobbe vom Startercenter des Kreises Recklinghausen über Möglichkeiten und Voraussetzungen einer Existenzgründung informieren.

Aus organisatorischen Gründen werden Interessierte gebeten, sich zu den kostenlosen Einzelgesprächen anzumelden und eventuell bereits vorhandene gründungsspezifische Fragestellungen vorab anzugeben. Gesprächstermine können über die städtische Wirtschaftsförderung unter der Telefonnummer 02364 933-272 (Maria Lichter) und 933-293 (Judith Kreft) vereinbart werden.

2017 von Ulf Steinböhmer

„Oft schenken wir einfach nur Zeit“

Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst hat jetzt eine Zweigstelle in Haltern

Noch ist von Yvonne Steinbuß an ihrem neuen Arbeitsplatz viel Improvisationstalent gefragt. Ein provisorischer Schreibtisch, ein Tisch, ein paar Stühle, einige noch nicht ausgepackte Kisten und in der Ecke eine Küche, die aufgebaut werden muss. Wie das bei Umzügen eben so ist. Doch Computer, Kaffeemaschine und Telefon funktionieren schon – nicht ganz unwichtig, vor allem Letzteres klingelt mehrfach, während die Halternerin über die Arbeit des Ambulanten Kinderhospizdienstes berichtet. Da werden schnell per Telefon ein paar Dinge organisiert. Flyer müssen beispielsweise noch gedruckt werden, denn in wenigen Wochen soll hier, an der Lavesumer Straße 3d, alles fertig sein. Für den 3. März ist die offizielle Eröffnung der neuen Zweigstelle des Deutschen Kinderhospizvereins e.V. in Haltern geplant. Von hier aus wird dann der Bereich „Südliches Münsterland“ betreut.

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2017 von Martina Jansen

Listen für Volksbegehren liegen aus

Ab Donnerstag, 2. Februar, liegen sie im Verwaltungsgebäude Muttergottesstiege aus: die Unterschriftenlisten für das Volksbegehren „Abitur nach 13 Jahren an Gymnasien: Mehr Zeit für gute Bildung.“ Die Initiatoren dieses Volksbegehrens fordern eine Rückkehr zum Abitur an Gymnasien in NRW nach 13 Jahren (G9). Der Halbtagsunterricht soll sechs Stunden am Tag betragen und das Ganztagsangebot nicht verpflichtend sein. Zudem besteht die Forderung, dass die zweite Fremdsprache wieder nach der siebten Klasse beginnt.

Die Listen liegen zu folgenden Zeiten aus: montags 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr, dienstags bis donnerstags 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 16 Uhr, freitags 8.30 bis 12 Uhr. Und zwar im Fachbereich Interne Dienste, Rochfordstraße 1, Zimmer 1.87, bis zum 7. Juni. Darüber hinaus liegen die Eintragungslisten auch an vier Sonntagen aus. Und zwar am 19. Februar, 26. März, 30. April und 28. Mai, jeweils von 9 bis 13 Uhr im Alten Rathaus, Markt 1, Zimmer E.04.

Unterschreiben mehr als 1.060.963 Wahlberechtigte in NRW dieses Volksbegehren, muss sich der Landtag mit dem Gesetzesentwurf beschäftigen. Wird dieser abgelehnt, so kommt es zu einem Volksentscheid, bei dem 15 Prozent der Stimmberechtigten dem Gesetz zustimmen müssten.

2017 von Ulf Steinböhmer

Keine weiteren Beschränkungen für den 1. Mai

Ausgehend von den insgesamt guten Erfahrungen im vergangenen Jahr sieht das Ordnungsamt in diesem Jahr davon ab, weitergehende Beschränkungen für Maiwagen festzulegen. Insbesondere der Umstand, dass die Maiwagen nicht mehr auf den Hügel im Westuferpark gefahren werden, hat einen enormen Effekt bewirkt. Denn zum einen wurde so eine überaus gefahrträchtige Situation beseitigt, zum anderen hatte die Aufstellung der Maiwagen in der Ebene auch positive Auswirkungen in Bezug auf die Geräuschemissionen. Darüber hinaus dankt die Stadtverwaltung ausdrücklich den Wagenbauern, die sich im Vorfeld an das Ordnungsamt gewandt hatten, um ihren Wagen beurteilen zu lassen.

Ein Großteil der vorgestellten Wagen konnte in 2016 direkt als unkritisch angesehen werden, lediglich in wenigen Fällen wurden einzelne Hinweise gegeben, die die Wagenbauer dankbar annahmen und auch ausnahmslos befolgt haben. Die Tipps bezogen sich beispielsweise auf die Breite und Höhe der Wagen oder auch darauf, dass riesige Lautsprecherboxen in Kopfhöhe oder noch höher angebracht waren und deshalb als bedenklich angesehen wurden. Das Ordnungsamt bietet auch weiterhin an, neue oder umgebaute Maiwagen vorab beurteilen zu lassen. Das könnte unnötigen Stress am Maifeiertag schon im Vorfeld verhindern. Meist reicht dazu bereits ein Foto mit den wichtigsten Kontaktdaten aus. Dies alles schicken die Feiernden per Mail an: ordnungsamt@haltern.de.

2017 von Ulf Steinböhmer