Nachrichten aus Haltern

Anette Brachthäuser wird Baudezernentin

Bürgermeister Bodo Klimpel und Kämmerer Dirk Meussen bekommen in der Verwaltungsleitung Unterstützung: Sie stellten am Freitag die (kommissarische) Baudezernentin Anette Brachthäuser (52) vor, der nun das komplette und klassische Baudezernat inklusive Wirtschaftsförderung unterstellt ist. „Kommissarisch“ deshalb, weil der Rat am 23. März noch über die Änderung der Hauptsatzung abstimmen muss. Hierzu schlägt Bürgermeister Klimpel vor, künftig auf die Beigeordnetenstellen zu verzichten. Gleichzeitig stellte er die Stärken von Anette Brachthäuser in den Vordergrund: „Aufgrund ihrer vielfältigen Erfahrungen arbeitet sie verbindend, vermittelnd und konsequent an der Suche nach Kompromissen. Das ist zum Beispiel auch von großer Bedeutung, wenn es um Themen wie die sinnvolle Wirtschaftsförderung und die Stadtentwicklung insgesamt geht.“

Ein weiteres großes Arbeits- und Spannungsfeld sieht Klimpel für seine Dezernentin, die die Halterner Interessen bei der Entwicklung des Landesentwicklungs- und Regionalplans zu vertreten. „Bisher sieht es so aus, dass wir darin viel zu wenig Wohnbau- und Gewerbeflächen bekommen sollen“, kritisiert Klimpel die bisherigen Entwicklungen. „Das ist beispielsweise gegenüber der Stadt Dülmen schon ein erheblicher Standortnachteil und führt leider auch dazu, dass die Flächen bei uns so teuer werden.“ Zum Stichwort Geld fügt der Bürgermeister an, dass die Lösung, mit einer Dezernentin und nicht mit einer Beigeordneten zu arbeiten, deutlich preiswerter wird. „Wir sparen so 35.000 Euro pro Jahr.“ Anette Brachthäuser stellt ihre Arbeit unter ein für sie ganz entscheidendes Leitthema: „Ich möchte die Stadtentwicklung im konstruktiven Dialog betreiben. Wir wollen die Flächenentwicklung voranbringen – und das geht natürlich nur, wenn Bürger, Politik und Verwaltung an einem Strang ziehen.“

Die Mutter zweier erwachsenen Töchter stammt aus dem Landkreis Osnabrück, studierte in Münster Architektur und hat anschließend in Freiburg bei der Oberpostdirektion (OPD) zusätzlich die Ausbildung für den gehobenen technischen Dienst absolviert. Nach der Wende hat sie ein knappes Jahr die OPD in Dresden mit aufgebaut. Anschließend folgten Stationen in Freiburg, Rostock und Erding, bevor sie vor 15 Jahren nach Haltern am See kam. In den letzten fünf Jahren leitete sie das Planungs- und Bauordnungsamt und hat auch dabei nach den Worten von Bodo Klimpel stets bewiesen, über den eigenen Tellerrand hinaus schauen zu können. Insofern ist für ihn die Ernennung von Anette Brachthäuser zur Dezernentin eine logische Konsequenz ihrer Qualifikation.

Foto: Das künftige Trio der Verwaltungsleitung, v.l.: Bodo Klimpel, Anette Brachthäuser und Dirk Meussen.

2017 von Ulf Steinböhmer

Baugenehmigung erteilt

Die Arbeiten am künftigen Lea-Drüppel-Theater im alten Kino können nun beginnen. Am Montag übergab Bürgermeister Bodo Klimpel (re.) die Baugenehmigung an Dr. Hans-Dieter Speikamp. Er arbeitet derzeit als Projektmanager für das Theater und rechnet damit, dass dieses zum Schuljahresbeginn eröffnet werden kann.

Nach seinen Worten stehen zunächst umfangreiche Aufräumarbeiten in der ehemaligen „Filmklappe“ auf dem Plan, bevor dann der Innenausbau starten kann. Dazu gehören auch die Neuinstallation der Sanitäranlagen sowie die Elektroarbeiten.

2017 von Ulf Steinböhmer

Ruhestätte Natur weckt großes Interesse

Einen interessanten Ausflug nach Herten-Westerholt unternahmen am Mittwochnachmittag Vertreter aus Politik und Verwaltung mit Bürgermeister Bodo Klimpel. Sie schauten sich in der Nähe des Schlosses, des Golfplatzes und der Martini-Schule die dort eingerichtete RuhestätteNatur an. Carl Otto Graf von Westerholt erläuterte gemeinsam mit seinem Förster Ole Busch den Gästen das Konzept des Ruheforstes, in dem sich Menschen in einer Urne im naturbelassenen Wald bestatten lassen können.
Graf von Westerholt ist daran interessiert, solch eine Ruhestätte auch in seinem Wald im Linnert in Sythen zu ermöglichen. Deshalb ließen sich die Besucher die Anlage in Westerholt ausführlich erklären. Zudem verabredeten sie, dass Carl Otto Graf von Westerholt sein Konzept dafür im nächsten Bau- und Verkehrsausschuss in öffentlicher Sitzung erläutern kann. Und zwar am Dienstag, 7. März, ab 17.30 Uhr im Ratssaal des Rathauses.
Seit Oktober 2015 betreibt Westerholt die RuhestätteNatur. Mehr als 500 Bestattungen haben seither dort stattgefunden, Insgesamt haben bereits mehr als 1400 Personen einen Bestattungsplatz im Wald erworben. Die Ruhestätte in Westerholt befindet sich inmitten eines 200 ha großen Waldes, die Ruhestätte selbst ist 33 ha groß, derzeit sind zunächst 5,5 ha dafür erschlossen.

Ausführlich erläuterten Graf Westerholt und sein Förster Ole Busch, wie die Bestattungen im Wald erfolgen. Dafür ist beispielsweise auch ein Andachtsplatz erstellt worden, auf dem – je nach Wunsch – auch katholische und evangelische Pfarrer oder auch Trauerredner gemeinsam mit den Angehörigen würdevoll Abschied von den Verstorbenen nehmen können. Grundsätzlich haben die Halterner Besucher diese Ruhestätte überaus positiv bewertet und können sich vorstellen, ein solches Angebot auch in der Seestadt zu ermöglichen. Sie werden nun in ihren Fraktionen weitere Überlegungen anstellen und nach der Vorstellung am 7. März darüber diskutieren und abstimmen, wie dieses Thema weiter verfolgt werden kann.

Foto privat: Förster Ole Busch (li.) erläuterte den Ruheforst. Links neben Bürgermeister Bodo Klimpel: Carl Otto Graf von Westerholt.

2017 von Ulf Steinböhmer

TuS Haltern schuftet hart für den Liga-Auftakt

Die Fußballer von Westfalenligist TuS Haltern bereiten sich voller Elan auf die Rückrunde vor. Die Tabellenführung so lange wie möglich zu verteidigen ist das Ziel und dafür nimmt man offenbar jede Anstrengung in Kauf. Nun hat die Mannschaft von Trainer Magnus Niemöller eine Kraft-Ausdauer-Einheit im Fightclub Gelsenkirchen absolviert. Dabei kamen die Spieler ordentlich ins Schwitzen. „Es war anstrengend, aber eine absolut gelungene Abwechslung zum täglichen Training mit dem Ball auf dem Platz“, zog Coach Niemöller am Ende der Einheit eine positive Bilanz. 

Foto: Daniel Winkelkotte / TuS Haltern 

2017 von Ulf Steinböhmer

Suche nach einvernehmlicher Lösung

Der Förderverein Schloss Sythen und die Stadtverwaltung sind weiterhin bemüht, eine für alle Seiten gute Lösung zu suchen, um der Firma Gute Botschafter eine Chance zu geben, auf dem Schlossgelände ein Büro- und Tagungsgebäude zu erstellen. Das erklärten am Dienstag Vereinsvorsitzender Wilhelm Haverkamp, sein Vorstandskollege Robert Hüser und Anette Brachthäuser, Fachbereichsleiterin für Bauen und Planen in der Verwaltung.

Wobei sie auch deutlich machten, dass es zwischen ihnen und auch dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) und den dort angesiedelten Bau- und Bodendenkmalschützern weiteren Abstimmungsbedarf gibt. Denn aktuell haben die Denkmalschützer den beiden Standortvorschlägen der Stadt und des Fördervereins nicht entsprochen. Stattdessen bevorzugt der LWL, das neu zu errichtende Gebäude auf den Fundamenten des früheren Herrenhauses zu bauen. Diese Stelle behagt dem Förderverein aber nicht, wenngleich Wilhelm Haverkamp und Robert Hüser aber grundsätzlich ihre Kompromissbereitschaft deutlich machen: „Wir wollen den Guten Botschaftern durchaus die Möglichkeit geben, hier eine neue Bleibe zu finden.“

Darum bemühen sich nach Angaben von Anette Brachthäuser alle Beteiligten. „Der LWL hat auch deutlich gemacht, dass er einen Neubau grundsätzlich nur auf Grundlage des historischen Ensembles akzeptiert. Deshalb wollen wir jetzt relativ zeitnah einen gemeinsamen Termin mit dem LWL und den Sythener Vereinen, die das Schlossgelände nutzen, finden. Dabei kann der LWL seine Position verdeutlichen, und ebenso können wir über einen Standortvorschlag auf der südlichen Seite des Schlosses innerhalb der Gräfte reden.“ Einig sind sich Schloss- und Stadtvertreter auch in der Frage, dass diese Diskussion dann auch beendet werden kann. Denn grundsätzlich liegen die Positionen klar auf dem Tisch, so dass sowohl dem Investor als auch der Politik möglichst bald ein gemeinsam erarbeiteter Vorschlag unterbreitet werden sollte.

2017 von Ulf Steinböhmer