Nachrichten aus Haltern

Maifisch ist erst am Haken, dann im Winterquartier

Fährsaison in Flaesheim beginnt wieder im April 2019

Routiniert setzt Dennis Brüninghoff den Baggerarm in Bewegung. Das Heck des Baggers hebt sich, doch schon hat der Elektromeister die „Maifisch“ am Haken. Gestern endete für die Lippe-Fähre „Maifisch“ die Fährsaison in Haltern-Flaesheim und das Team des Lippeverbandes holte die vier Tonnen schwere Passagierfähre an Land. Nun stehen Wartung und Pflege des Lippe-Kreuzers an, mit dem in dieser Saison wieder mehrere tausend Menschen per Muskelkraft von einem Lippe-Ufer zum anderen gelangt sind.
O bis O – also von Ostern bis Oktober lautet die Eselsbrücke, mit der man sich die Saisonzeiten gut merken kann. In dieser Zeit überqueren die Passiere in Flaesheim per Handkurbel den längsten Fluss in Nordrhein-Westfalen. Da ab Oktober die Hochwassersaison beginnt, muss die Maifisch, aber auch ihre beiden Schwesternfähren des Lippeverbandes – die Baldur in Dorsten und die Lupia in Hamm – vom Wasser.

Natur ‚erfahren‘ mit der „Maifisch“
„Auf dem Wasser erfährt man die Lippe und unsere wunderschöne Landschaft noch einmal von einer ganz neuen Seite. Auch als Ergänzung des Rad- und Wanderwegenetzes ist die Fährverbindung eine wichtige Einrichtung“, findet Streckenmeister Günter Cremer. Immer wieder muss er jedoch die Frage beantworten, warum die Fähre so nahe an der nächsten Brücke liegt: „Jede Querung des Gewässers wirkt sich im Radius von rund fünf Kilometern auf die Natur aus. Daher ist es sinnvoll, Querungen räumlich nah beieinander einzurichten.“

April 2019: Maifisch ahoi!
Wenn Günter Cremer und sein Team im April 2019 die „Maifisch“ zu Wasser lassen, heißt es wieder „Schiff ahoi“. Dann kurbeln sich Radfahrer und Spaziergänger wieder kostenlos über die Lippe, denn der drei Meter breite Schwimmkörper wird auf diesem Wege am Drahtseil über die Lippe gezogen.

Hintergrund Fähren
Die Fähre „Maifisch“ ist die Vierte in der neuen Generation der Personenfähren über die Lippe: Die Fähre „Baldur“ in Dorsten hatte im Mai 2005 den Anfang gemacht, es folgte in Wesel der „Quertreiber“. 2013 legte der Lippeverband nach mit der Fähre „Lupia“ in Hamm-Oberwerries. Seit 2015 kann man mit der „Maifisch“ in Flaesheim die Lippe kreuzen. Der Name „Maifisch“ hat einen besonderen Bezug zur Lippe: Der selten gewordene Maifisch war vor hundert Jahren im Fluss weit verbreitet und soll hier auch wieder angesiedelt werden.

2018 von Ulf Steinböhmer

Neue Stromleitung für Talsperren

Damit beim Talsperren-Management in Haltern am See und Hullern für die Trinkwasserversorgung alles läuft, wird Strom für Wehre und Pumpen benötigt. Wie wichtig diese Steuerung ist, hat das trockene Sommerhalbjahr gezeigt. Das dafür verlegte Mittelspannungskabel (10 kV) ist in die Jahre gekommen und muss erneuert werden. Deshalb startet die Gelsenwasser AG mit dieser Maßnahme am Montag, 5. November, um die Freizeitaktivitäten und den Ausflugsverkehr rund um die Talsperren so wenig wie möglich zu behindern.

In mehreren Bauabschnitten wird das Kabel bis voraussichtlich Ende März 2019 auf ca. 5.300 m neu verlegt. Die Arbeiten betreffen die Hullerner Straße (B 58), den Aalweg, die Straße An der Stever und die Südseite der Talsperre Hullern. Dort startet der erste Bauabschnitt. Innerhalb von etwa zehn Wochen bis Mitte Januar werden rd. 1.900 m Leitung im Geh -und Radweg südlich des Hullerner Ufers verlegt. Dafür muss der Weg für Fußgänger und Radfahrer zwischen den Straßen An der Stever und der Borkenbergestraße komplett gesperrt werden.

2018 von Ulf Steinböhmer

Sammlung für Kriegsgräberfürsorge

Die Stadt Haltern am See fördert erneut die landesweite Haus- und Straßensammlung des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge. In Haltern am See ist es konkret der Freitag, 9. November, wenn der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr im Kreis Recklinghausen Spenden sammeln wird.

Unterstützt wird der Verband von Bürgermeister Bodo Klimpel und seinem Stellvertreter Heinrich Wiengarten. Sie treffen sich um 10 Uhr am Alten Rathaus mit dem Kreisorganisationsleiter des Verbandes der Reservisten der deutschen Bundeswehr, Gerd Richter, und seinen Mitstreitern, um Geld für die Kriegsgräberfürsorge zu sammeln. Dabei ist auch Claudia Klug vom Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr.

Gemeinsam werden sie zwei Stunden lang auf die Bürgerinnen und Bürger auf dem Markt und auf den anliegenden Straßen zugehen und ihnen auch erklären, warum sie sich engagieren.

2018 von Ulf Steinböhmer

Am Donnerstag ist Krammarkt

Am Donnerstag, 8. November, findet in den Straßen rund um den Kardinal-Graf-von-Galen-Park der letzte von den vier Halterner Krammärkten des Jahres 2018 statt. Das bunte Sortiment lockt traditionell eine große Käuferschar aus Haltern am See und Nachbarstädten an. Viele Besucher pflegen sich auf dem Krammarkt mit bestimmten „Schnäppchen“ einzudecken, die es nur auf diesem Markt gibt.

Zur Vorbereitung des Marktaufbaus werden bereits am Mittwoch, 7. November, in den Abendstunden die Parkboxen in der Koepp-, Dr.-Conrads- und Schmeddingstraße gesperrt, außerdem der große Parkplatz an der Musikschule. Die Stadtagentur bittet „Laternenparker“, in dieser Nacht eine andere citynahe Parkmöglichkeit zu nutzen.
Am Krammarkttag selbst weisen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtagentur bereits in den frühen Morgenstunden die etwa 50 erwarteten Marktbeschicker aus der gesamten Region in ihre Standplätze ein.
Der Markttreiben beginnt um 8 Uhr und endet mittags gegen 12.30 Uhr. Etwa gegen 14.30 Uhr werden die Straßen wieder befahrbar und die Parkboxen wieder nutzbar sein.

2018 von Ulf Steinböhmer

Sporthalle an der Hauptschule renoviert

Seit den Sommerferien glich die Turnhalle der Joseph-Hennewig-Hauptschule einer Großbaustelle, nun sind alle Arbeiten erledigt. Davon überzeugten sich am Dienstag Schul- und Sportdezernent Dirk Meussen, Baubetriebshofleiter Gerd Becker und Heinz Korte aus dem Schulverwaltungsamt. „Das sieht alles richtig gut aus“, freut sich Meussen bei der Besichtigung, „ich bin überzeugt, dass sich hier die Schülerinnen und Schüler und ebenso die Sportlerinnen und Sportler sehr wohl fühlen werden.“

Nicht minder freut ihn die andere Nachricht, die Gerd Becker beisteuert: „Wir werden den Kostenrahmen, der bei 325.000 Euro lag, sogar um 23.000 Euro unterschreiten.“ Die große Investition war notwendig, um die aus den 1950er Jahren stammende Sporthalle wieder fit zu machen. Hier wurde das Dach inklusive Dämmung erneuert, anschließend die alten Glasbausteine entfernt und eine neue undurchsichtige Verglasung eingebaut. Neu wurde ebenso die Akustikdecke mit Beleuchtung. Im Anschluss wurden dann noch der Hallenboden sowie der Prallschutz an den Wänden erneuert.
Diese etwa dreimonatige Hallensperrung bedeutete, dass sowohl der Schul- als auch der Vereinssport ausgelagert werden mussten. So wich die Schule in eine andere Halle und auch auf die Sportanlage Conzeallee aus, während die Sportvereine auf verschiedene Hallen, auch in den Ortsteilen, „verteilt“ wurden. „All das hat super geklappt“, lobt Heinz Korte die Vereine. „Weil einige Sportgruppen aus der Hauptschule in andere Hallen gegangen sind, haben auch die dort trainierenden Vereine auf einen Teil ihrer Stunden verzichtet. Das fanden wir sehr gut und zeigt, dass die Sportlerinnen und Sportler bei uns ein gutes Miteinander pflegen.“

Dirk Meussen dankte ebenso den bauausführenden Firmen und dem Baubetriebshof für den reibungslosen Ablauf der Arbeiten.

2018 von Ulf Steinböhmer