Nachrichten aus Haltern

Radfahrer erkunden Lippedeich-Baustelle

Die zehn Gäste der Bürgermeister-Radtour waren sich am Freitag einig: „Das war eine tolle Radtour, wir haben eine Menge an Neuigkeiten erfahren.“ Die Gruppe war am Rathaus gestartet und machte zunächst kurz Halt an der „Tempus Via“, bevor sie weiterfuhr nach Lippramsdorf. Dort, am Info-Container des Lippeverbandes, wartete bereits Gerhard Formanowicz, der beim Lippeverband als Projektleiter die Fäden für den Deichbau in der Hand hält.
Er erläuterte den Gästen, warum der Neubau und die Rückverlegung inklusive des Ausbaus der Lippeauen Sinn macht. Anschließend begleitete Formanowicz die Radfahrer noch in den Baustellenbereich, um ihnen direkt vor Ort weitere Details zu beschreiben. „Jetzt kann man noch viel besser verstehen, dass es notwendig ist, rund 90 Millionen Euro zu investieren“, sagte ein Teilnehmer nach diesem hörenswerten Vortrag. Das Geld bezahlen im Übrigen das Land und die Ruhrkohle AG.
Um für den Rückweg gestärkt zu sein, kehrte Bürgermeister Bodo Klimpel mit seinen Gästen ins Bahnhofscafe Lippramsdorf ein. Nach knapp vier Stunden waren die Radfahrer wieder in der Innenstadt angekommen und zeigten sich angetan von diesem Ausflug. Bodo Klimpel versprach ihnen, auch im kommenden Jahr wieder eine Tour zu unternehmen.

2017 von Ulf Steinböhmer

Neue Radwegeverbindung in Hullern-Antrup

Seit etwa einem Monat gibt es in Haltern am See einen neuen Radweg. Mit der tatkräftigen Hilfe der Hullerner Bürger konnte nun innerhalb von sieben Tagen Bauzeit der Lückenschluss zwischen dem Alten Antruper Landweg und dem Wirtschaftsweg zur Antruper Straße hergestellt werden. Bislang mussten Radfahrer und auch Fußgänger auf diesem Abschnitt – der u. a. Teil des landesweiten Radwegenetzes und der Halterner Radroute „H-Route 1“ ist – den Weg über die für Radfahrer und Fußgänger ungesicherte Kreisstraße K 26, Westruper Straße nehmen.
Die Idee zum ersten Halterner Bürgerradweg kam bereits im Jahr 2015 auf. Nachdem dann im September des Folgejahres für den rund 250 Meter langen Radweg die Genehmigung vom Kreis Recklinghausen erteilt wurde, konnten die Arbeiten nach dem Winter beginnen.
Dazu besorgte der Baubetriebshof der Stadt Haltern am See das Auskoffern des Mutterbodens in einer Breite von 2,40 m und einer Tiefe von 20 bis 25 cm. Dieser wurde an Ort und Stelle auf der Ackerfläche in Eigenleistung wieder einplaniert. Danach wurde die potenzielle Radwegtrasse mit ca. 250 Tonnen Kalksteinschotter befestigt, der von Seiten der Stadt gestellt wurde.
Der Einbau des Materials lag in den Händen von fachkundigen Personen aus dem Kreis des Heimat- und Schützenvereins Hullern. Nach entsprechender Verdichtung kam zum Abschluss noch eine etwa vier Zentimeter dicke Schicht Dolomitsand obenauf. Hierbei war Handarbeit angesagt. Bei dieser Arbeit kam das Einsatzteam der „Alten Feger“ in Aktion und mit vereinten Kräften machte die Arbeit auch noch Spaß, wie die fleißigen Helfer erklärten. Dass der zukünftige Weg auch angenommen wird, zeigte sich schon bei der Herstellung, denn einige Male mussten die Arbeiter zur Seite gehen, um Radfahrern auf dem noch nicht ganz fertiggestellten Weg Platz zu machen.
Die Realisierung dieses Vorhabens „Bürgerradweg“ basiert auf einer harmonischen Zusammenarbeit mit Vertretern der Stadt Haltern am See, die den Ausbau des städtischen Radwegenetzes begrüßen und deshalb auch unterstützen. Ferner sind Personen mit Fachwissen und technischen Möglichkeiten beteiligt, denen das Wohl des Ortsteils Hullern am Herzen liegt. Nicht zuletzt auch die Eigentümer, der in Anspruch genommenen Flächen.
Als nächstes können sich die engagierten Hullerner vorstellen, einen gut 100 Meter langen Wirtschaftsweg, der zum neuen Bürgerradweg führt, zu ertüchtigen, so dass dieser von Radfahrern besser zu nutzen sein wird.
Foto: Hans-Josef Schild

2017 von Ulf Steinböhmer

Internationaler Jugendaustausch Rotary Club Haltern

Jetzt beim Rotary Club Haltern für den Internationalen Jugendaustausch ab Sommer 2018 bewerben.

Alljährlich werden von den Rotary Distrikten und Clubs weltweit Tausende von Auslandsaufenthalten für Schülerinnen und Schüler organisiert. Die Jugendlichen machen sich auf den Weg, ein fremdes Land und seine Kultur zu entdecken, sich in eine neue Familie einzufinden, zur Schule zu gehen, zu reisen und neue Freunde zu finden. Und dabei sich selbst ein bisschen besser kennen zu lernen. Die rotarischen Schüleraustausch-Programme sind bestimmt von den rotarischen Zielen der internationalen Verständigung und des Friedens. Sie sollen darüber hinaus junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung durch den Erwerb interkultureller Kompetenz fördern.

Vom Rotary Club Haltern am See werden zwei Programme angeboten, die sowohl für Jugendliche aus rotarischen als auch aus nicht rotarischen Familien offen sind, so Henning Henke, Jugenddienstbeauftragter vom Rotary Club Haltern am See.

Besonders beliebt ist der Jahresaustausch. In der Regel handelt es sich um ein Schuljahr, in dessen Verlauf der Schüler oder die Schülerin bei mehr als einer Gastfamilie wohnt (im Allgemeinen drei) und eine Schule besucht.
Teilnehmen am Jahresaustausch können Jungen und Mädchen im Altern von 15 bis 18 Jahren (zu Beginn des Austausches). Das Austauschjahr ist identisch mit dem Schuljahr in Deutschland. Der Austausch beginnt im August des Jahres 2018 und endet in der Regel nach 11 Monaten.

Anders als bei anderen Schüleraustauschprogrammen, fühlen sich Rotarier und deren Beauftragte in hohem Maße verpflichtet, die Schüler neben der Gastfamilie im Laufe des Jahres zu betreuen und damit potentielle Risiken eines längeren Auslandsaufenthaltes zu minimieren. So wird zusätzlich sichergestellt, dass die Jugendlichen am Ende des Austausches gesund und wohlbehalten in ihr Heimatland zurückkehren.

Daneben wird ein kürzerer Ferienaustausch angeboten. Ein Schwerpunkt hierbei ist die Kulturerfahrung. Die Jugendlichen verbringen gemeinsam mit einem Jugendlichen der Gastfamilie zwischen drei und sechs Wochen und wohnen in der Regel in der Familie des Austauschpartners. Der Austausch findet in den jeweiligen Schulferien statt.

„Besonders interessant ist auch, dass die Jugendlichen durch Rotary sehr gut auf den Austausch vorbereitet werden“, so Henning Henke. Wichtig sind allgemein die Bereitschaft und Fähigkeit, sich auf eine andere Kultur und anderen Lebensstil einzulassen. Unabdingbar ist zudem das persönliche Interesse des Jugendlichen/ jungen Erwachsenen an dem Auslandsaufenthalt. Es muss sein persönlicher Wunsch und Wille sein. Die Unterstützung des Elternhauses ist eine weitere Voraussetzung für das Gelingen.

Die Planung, Organisation und Durchführung eines Austausches geschehen ehrenamtlich. Die betreuenden Rotarier und Gasteltern übernehmen damit eine uneigennützige Aufgabe.

Da der Halterner Rotary Club parallel auch Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland ab 2017 aufnehmen wird, sucht der Club noch Gastfamilien. Das Alter oder noch eventuelle eigene Kinder spielen dabei keine Rolle. Ebenfalls ist die Mitgliedschaft in einem Rotary Club ohne Belang. Ein eigenes Zimmer für das Gastkind ist wünschenswert. Die Mitgliedschaft in einer Gastfamilie bedingt, dass diese für den Jugendlichen mit Ausnahme des Taschengeldes – dieses wird von Rotary gestellt – die gleichen finanziellen Verpflichtungen des täglichen Lebens übernimmt wie für eigene Kinder. „Familien aus Haltern am See, die in den letzten Jahren ihre Familie für einen Schüler aus dem Ausland geöffnet haben, berichten immer wieder von einer großen Bereicherung und tollen Erfahrung“, so Henning Henke.

Sowohl Jugendliche, die sich für einen Austausch interessieren, als auch potentielle Gastfamilien in Haltern am See werden vom Rotary Club vor Ort ausgewählt. Interessierte Jugendliche und Familien wenden sich bitte direkt an Henning Henke als Jugenddienstbeauftragen des Rotary Clubs Haltern am See (eMail: henninghenke@gmx.de).

Foto: Plakat zum Jugendaustausch

2017 von admin

Sythener Autorin Petra Herrmann liest aus ihrem neuen Buch

Am Freitag, 23. Juni, liest die Sythener Autorin Petra Herrmann in der Stadtbücherei Haltern am See aus ihrem neuen Buch „Freiheit, Kunst und Hühnermägen“, einer Geschichte über eine ungewöhnliche deutsch-syrische Freundschaft. Beginn ist um 19 Uhr. Die Gäste können sich zudem auf eine kurdische Köstlichkeit freuen.
Kaum ein Tag ohne Schreckensmeldung: Die Angst vor Terror und „Überfremdung“ bestimmt die Schlagzeilen, Talkrunden, Politbarometer und auch das persönliche Empfinden. „Es wird Zeit, dass Positives zur Sprache kommt“, ist die Autorin Petra Herrmann überzeugt. Die Erlebnisse eines jungen Syrers, der fernab seiner eigentlichen Heimat in Deutschland, inmitten einer fünfköpfigen Familie, neue Wurzeln schlägt, ist berührend zu lesen, sie bringt zum Lachen, Weinen und Nachdenken.
Idyllisch mutet das Leben auf dem kleinen Hof im Münsterland mit Pferden, Hunden, Katzen, Schweinen, Kaninchen, Fröschen, vielen Kindern und deren Eltern an – eine Normalität, die im krassem Kontrast zu dem steht, was Aziz in Syrien erlebte. Zwischen Bürostuten, Hühnermägen, Künstlern, besorgten Eltern und syrischen Eseln lernt der junge Mann das Leben in Deutschland kennen – und steht vor der Herausforderung, sich aus Gewesenem und Künftigem eine neue Identität zu erbauen. Sein Weg macht Mut, sich von Angst und Schrecken nicht lähmen zu lassen, sondern den Blick offen zu halten für Humor, Freundschaft und Menschlichkeit.
„Zu uns sind Menschen gekommen! Menschen mit einem Namen, einer Geschichte, mit Persönlichkeit, mit Hoffnungen und Ängsten, mit Ecken und Kanten; Menschen wie du und ich“, so Herrmann. „Ich freue mich auf viele weitere Abende am Lagerfeuer, Diskussionen über Gott und die Welt, auf Missverständnisse und Verstehen ohne Worte, viele neue Bilder, Museums- und Theaterbesuche, Tiefkühlpizzen und wenn es sein muss, auch auf Hühnermägen. Dafür nehme ich es in Kauf, dass mir beim Lesen, Hören oder Sehen der Nachrichten häufig die Tränen kommen, dass mein Blutdruck steigt und meine Toleranz versagt, wenn ich ausländerfeindliche Parolen höre“, zieht sie Bilanz.
Ihr Buch ist eine beherzte Einladung, die eigene Kultur von einem anderen Blickwinkel aus anzuschauen. Humorvoll bietet der Blick über den Tellerrand Erhellendes zum Thema geglückter Integration, der nicht zuletzt dazu ermutigt, die Begegnung mit dem Unbekannten zu wagen und daran zu wachsen.

2017 von Ulf Steinböhmer

Unterrichtsangebot der Städt. Musikschule für Kinder ab 18 Monaten

Der „Musikgarten“ ist ein musikpädagogisches Konzept, das Kinder ab dem Kleinkindalter und einer erwachsenen Begleitperson zum gemeinsamen Musizieren anregt. Mit einfachen Instrumenten wie Klanghölzer, Glöckchen, Rasseln oder Trommeln können die Kinder selbst aktiv werden.
Eine ausgewogene Mischung aus Singen, Sprechen, Bewegung und Instrumentalunterricht sorgt für Abwechslung in den Musikgartenstunden der Musikschule, die speziell für Kleinkinder von 18 Monaten bis drei Jahren konzipiert wurde. Das gemeinsame Musizieren fördert das logische Denken, das räumliche Vorstellungsvermögen sowie die soziale Kompetenz und die Teamfähigkeit der Kinder.
Für diesen Kurs hat die Städtische Musikschule Haltern am See noch Plätze frei. Jeweils montags ab dem 4. September beginnt wieder eine Unterrichtsreihe, die nur am Standort Haltern am See stattfindet. Zwischen sechs und neun Teilnehmerpaaren umfasst ein Kurs.
Geleitet werden die Kurse von der lizensierten Musikgartenpädagogin Polina Yarosh. Zu den nachfolgenden Terminen bietet die Musikschule den Musikgarten an: 8 Mal montags (4. September bis 23. Oktober):Kurs 1 von 10.15 bis 11 Uhr, Kurs 2 von 11 bis 11.45 Uhr in der Musikschule, Schmeddingstraße, die Kosten betragen 40 Euro je Kurs.
Anmeldungen sind online unter www.musikschule-duelmen-haltern.de, oder in der Geschäftsstelle der Musikschule, Schmeddingstraße 2, zu den Öffnungszeiten, montags bis freitags, von 9 bis 12 Uhr und montags bis donnerstags, von 13 bis 16.30 Uhr. möglich. Telefonisch sind die MitarbeiterInnen der Geschäftsstelle unter der Nummer 02364 933-444 bis -446 zu erreichen.

2017 von Ulf Steinböhmer