„Baars’sches Füßedrücken“ – Quantengeheimnisse

Quantengeheimnisse: Der Titel des Buches – erhältlich bei Amazon – hat durchaus und sogar gewollt eine doppelsinnige Bedeutung. Beim „Baars’schen Füßedrücken“ geht es offensichtlich um Füße, umgangssprachlich ja auch „Quanten“ genannt. „Dieses Buch erklärt eine spezielle Art des ‚Füßedrückens‘ und möchte die Erfahrungen und Erkenntnisse lebendig halten, die ich in den letzten 20 Jahren als Krankengymnast durch sie erlangt habe“, lautet Frank Baars Nachwort auf dem Buchdeckel. 

Der in Haltern wohnende und praktizierende „heilsame Füßedrücker“ wie er sich selbst nennt, ist weltoffen, wie man an der Begrüßung der Leser seiner Homepage erkennt: „Herzlich willkommen, Welcome, Namaste, Buenos Dias, Bienvenue, Sawat Di Kha, Moin Moin, Servus und Hallo.“

Vom gelernten Krankenpfleger bildete er sich zum Krankengymnasten weiter und arbeitete in verschiedenen Praxen, bis er sich dann im Jahre 2000 selbstständig machte. Parallel dazu nahm er an Weiterbildungen zum Rückenschul- und Yogalehrer teil und erlernte die Meridiantherapie. Zu Beginn seiner Selbstständigkeit massierte er in Wellness-Oasen, war damit aber nie wirklich zufrieden. Er wollte heilen, nicht nur fürs Wohlbefinden sorgen. 

Auf einer langen Autofahrt, bei der ihn die Müdigkeit überkam, drückte Frank Baars mehr zufällig, als gewollt verschiedene Stellen auf seinem Fuß. Er bemerkte, dass einige Punkte zwar extrem stachen, er sich aber schlagartig fitter fühlte. Die Narbenreflexpunkte, die er dabei drückte, bewirkten zusätzlich, dass seine Tennisarmbeschwerden bis heute nicht wieder aufgetreten sind.
Die alternative Heilmethode „Baars’sches Füßedrücken“ war geboren. Von da an verfolgte der „Füßedrücker“ konsequent sein Ziel, einfache Selbsthilfetechniken populär zu machen. „Die Ohnmacht verlieren und die Allmacht wecken, das ist mein Ziel“, so Frank Baars.
Durch weitere Selbstversuche, dem Wissen aus seiner Ausbildung und dem Lesen diverser weiterführender, alternativer medizinischer Literatur, vertiefte er für sich die Zusammenhänge zwischen Narben und Krankheiten. So erfuhr er, dass Akupunkturnadeln nicht bei einer Narbe wirken, die auf dem Meridian liegt, der gestochen wird. Frank Baars‘ Methode beruht darauf, dass Narben im Körper eines Menschen Störfaktoren sind, die den Energiefluss blockieren und verantwortlich sind für chronische und akute Beschwerden. „Wie im Großen, so im Kleinen. Wie im Körper, so im Fuß.“ 

Sein Behandlungszimmer ist ebenso unangepasst wie der 53-Jährige selbst und spiegelt seine musikalische, religiöse und spirituelle Verbindung wieder. Überall im Zimmer blickt man auf Bücher, Musikinstrumente und Buddhas, die an seine Jahresreise durch Asien erinnern, bei der er unter anderem auch die Thaimassage erlernte. Es handelt sich hierbei um sein privates Wohnzimmer mit einem hängenden Sessel, in dem der Schmerzgeplagte entspannt Platz nehmen kann. Vorher jedoch notiert sich der in Duisburg geborene „Füßedrücker“ gewissenhaft jede einzelne Narbe, die ihm oft schon sagt, mit welchen Beschwerden die Menschen zu ihm kommen.
„Der Fuß ist wie ein kleines Hologramm des Körpers zu verstehen, dort reflektieren sich Narben“, zitiert Frank Baars aus seinem Buch. „Die Energiebahnen der 14 Hauptmeridiane sind jeweils einem bestimmten Organ sowie bestimmten Gefühlen zugeordnet. Wird ein Organ krank, so gibt es auch Probleme mit dem zugeordneten Gefühl. Bleibt dann durch das kranke Organ sogar eine Narbe bestehen, wird der Gefühlsfluss erschwert und die erhöhte Muskelverspannung erzeugt Schmerzen“, ergänzt er. 

Foto oben rechts: Frank Baars präsentiert sein neues Buch: "Quantengeheimnisse"

Die Baars‘sche langgehaltene Akupressur kann durchaus schon mal eine halbe Stunde pro Reflexpunkt dauern. Dort, wo es weh tut, hat er den richtigen Punkt gefunden. Durch den Druck fließt Blut ins Gewebe und dieses lockert sich dadurch. Wie ein verschmutztes Fenster, das Licht schlecht durchlässt, blockiert eine Narbe den Energiefluss und hat damit auch Einfluss auf den Hormonhaushalt und auf unsere Gemütslage. Narben in der Körpermitte zum Beispiel verursachen daher oft Schlafstörungen, Muskelverspannungen, Wirbelsäulenerkrankungen und innere Unruhe.

Abgerundet wird sein erster Eindruck durch Aspekte der Astrologie, des jeweiligen chinesischen Baumhoroskops, des Sternzeichens oder der Nummerologie. Durch die astrologische Betrachtung lernt Frank Baars den Charakter der Menschen vor ihm kennen und kann ihnen so erklären, welche Schwachstellen es bei den jeweiligen Sternzeichen gibt. Diese Schwachstellen, bei Haushaltsgeräten „Sollbruchstellen“ genannt, vermeiden größere Schäden im Gerät, da Fehler gezielt an dieser gewollten Stelle auftreten. Dieser kleine Schaden ist dann meistens schnell und kostengünstig zu beheben. Auf den Menschen bezogen heißt das: Achtung, es drohen ernste Beschwerden, wenn jetzt nicht auf den Körper gehört und dementsprechend gehandelt wird. So leidet der Steinbock häufig an Nackenproblemen, da er zur Halsstarrigkeit tendiert. Nackenverspannungen sollen darauf hinweisen, sich zum Beispiel zu dehnen oder flexibler im Geiste zu werden, bevor sich die Beschwerden ganz festsetzen und eventuell im Bandscheibenvorfall enden. Das heißt jetzt nicht, dass es immer zu diesen Krankheiten kommen muss, aber die Gefahr ist sehr hoch. Frank Baars empfiehlt daher, auf seinen Körper zu hören und auch mal eingefahrene Wege zu verlassen und alte Thesen zu überdenken. Zusätzlich förderlich ist jede Beweglichkeit, nicht nur die im Sinne von Bewegung wie Rad fahren und Joggen. Wichtiger ist es, seinen Körper zu dehnen, wie beim Yoga oder Stretching. „Kraft und Ausdauer sind zweit- und drittrangig fürs körperliche Wohlbefinden. Bedeutend wichtiger sind Ruhe und Entspannung, denn: Sind Sie unzufrieden, leidet die Seele und Sie werden krank. Wie innen, so außen“, ergänzt der Therapeut.

Leicht hatte er es bisher in Haltern nicht. Nach dem Motto „weit weg ist immer besser als nebenan“, hat er kaum Kunden aus der Seestadt. Aber auf Grund der Mund-zu-Mund-Propaganda, der Ausstrahlung seines Interviews auf http://bewusst.tv/quantengeheimnisse/  und diverser Erfahrungsberichte auf seiner Webseite http://www.einwohlwollender.de kommen jedoch Patienten aus dem Umkreis von 80 Kilometern zu ihm und vertrauen dabei seiner Heilkunst. 

Ihm war und ist es immer noch wichtiger zu heilen, als großen Profit zu erzielen. Er lebt nach dem Bibelspruch: „Wer an mich glaubt, dem wird nichts mangeln“, und behandelt nicht auf ärztliche Verordnung. „Gib, was du kannst. Gib, was es dir wert ist“ lautet sein Prinzip. 

„Man muss nicht daran glauben“, so Frank Baars, „es hilft aber trotzdem.“
Und daher gibt er sein Wissen gerne auf Workshops weiter, um in ganz Deutschland kranken Menschen zu zeigen, wie sie die Technik des Füßedrückens auch bei sich selbst anwenden können.
Weitere Infos dazu im Forum auf seiner Homepage. 

Foto oben rechts: Teilnehmer eines Workshops "Füßedrücken"

Text: Martina Jansen
Fotos: Martina Jansen, privat

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